Berlin/Düren - Handball: Simon Ernst ist ab nächster Saison ein Berliner Fuchs

Handball: Simon Ernst ist ab nächster Saison ein Berliner Fuchs

Von: tys
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Simon Ernst
Wechselt von Gummersbach nach Berlin: Nationalspieler Simon Ernst. Foto: dpa

Berlin/Düren. Simon Ernst wird ab der kommenden Saison nicht mehr für den VfL Gummersbach spielen. Der gebürtige Dürener hat für die nächste Spielzeit einen Vertrag beim momentanen Tabellenführer der Bundesliga unterschreiben: Den Füchsen Berlin.

Beim Hauptstadtklub hat Ernst einen Zweijahresvertrag bis 2020 unterschrieben. Das teilten die Füchse am Mittwochmorgen mit. „Wir sind sehr glücklich, dass sich ein deutsches Talent wie Simon Ernst trotz zahlreicher Angebote für die Füchse Berlin entschieden hat. Das macht uns stolz und es zeigt, dass wir mit unserer Idee und unserem Konzept erfolgreich sind“, sagte Berlins Sportchef Bob Hanning gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Seit dem Transfer von Ex-Teamkollegen Julius Kühn zur MT Melsungen kamen immer wieder Wechselspekulationen rund um den 23-jährigen Mittelmann auf. Dass der Nationalspieler den nächsten großen Schritt in seiner Karriere gehen möchte, überrascht allerdings nicht. Neben Berlin hatten auch Melsungen und Flensburg bereits Angebote Richtung Ernst abgegeben.

Ausgebildet wurde Ernst beim Birkesdorfer TV, wo seine beiden Brüder seit dieser Saison wieder zusammen in der Verbandsliga spielen. Vom BTV wechselte er in der Jugend zum TSV Dormagen. Beim TSV schaffte er bei den Männern den Sprung in die Dritte Liga. 2014 wechelte er dann zum Bundesligisten ins Oberbergische. Beim VfL entwickelte er sich zum Führungsspieler - das merkte auch Ex-Nationaltrainer Dagur Sigurðsson und berief Ernst 2015 erstmals in den A-Kader. Ein Jahr später wurde er bei der EM in Polen mit der deutschen Auswahl Europameister.

Seinen ersten großen Karriere-Dämpfer erliet Ernst vor rund vier Monaten. Während einer Trainingseinheit riss ihm das vordere Kreuzband des linken Knies. Ausfallzeit: sechs Monate. Erst im Februar kann er wieder ins Bundesliga-Geschehen eingreifen. „Bei dem großen Umbruch ist Simon die zentrale Figur und eigentlich unverzichtbar. Das ist auch für uns eine Horrornachricht“, sagte VfL-Sportchef Christoph Schindler zu dieser Verletzung.

Dass der VfL gerne fest mit dem jungen „Bad Boy“ geplant hätte, ist kein Geheimnis. Dennoch wusste man dort, dass es wegen der sportlichen Situation (derzeit Platz 17) schwierig sein wird, Führungsspieler wie Ernst zu halten. Das er sich während seiner Reha-Phase allerdings schon für einen Transfer entscheidet kommt überraschend.

„Das sportliche Gesamtpaket hat mich zu dieser Entscheidung bewegt. Die Ambitionen der Füchse und meine decken sich. Ich möchte mit dem Klub international spielen und an der Entwicklung dieses großartigen Vereins teilhaben“, sagte Ernst dem SID.

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