Hammer Series: Für die Radprofis drei „extrem anstrengende Rennen“

Von: wp
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Start in die Zukunft einer neuen Rennserie: Auf der Julianapllein in Vaals ging es los mit der Hammer Series. Foto: Andreas Steindl

Vaals/Sittard. Tom Dumoulin formulierte die Anforderungen an den Rennfahrer unmissverständlich. Der erste niederländische Sieger des Giro d‘Italia und Kapitän des deutschen Radsport-Teams Sunweb war völlig geschafft nach dem ersten von drei Rennen der neuen Hammer Series.

„Es war unvorstellbar hart, ich konnte kaum angreifen und bin froh, dass es vorbei ist“, sagte er auf dem Dreiländereck nach dem Bergrennen, bei dem es für die 16 Mannschaften alleine um die Jagd nach Punkten ging.

Die ersten zehn Fahrer, die die Ziellinie in den elf Runden überquerten, sammelten Zählen für die Teamwertung. Und nur um diese Wertung ging es bei der Weltpremiere der neuen Rennserie, die in Vaals begonnen und mit dem Sprint und der Mannschaftsverfolgung in Sittard ihren Abschluss fand. Sunweb wurde Zweiter, das britische Team Sky gewann den Wettbewerb.

Dessen Sportlicher Leiter Servais Knaven war ob des Sieges seiner Mannschaft natürlich begeistert. „Aber ähnlich wie er haben sich viele Teams und Fahrer geäußert“, sagt Rob Frambach vom niederländischen Ausrichter Extraleisure, der die Hammer Series für den Vermarkter Infront und der Teamvereinigung Velon als Sportlicher Leiter organisiert hatte. Servais stellte fest: „Diese Serie hat ein sehr gutes Konzept und wird sicherlich ihren Platz in der World Tour finden, wenn das Konzept noch weiterentwickelt wird.“

Mehr Transparenz geplant

Das wollen und werden Frambach auch, denn diese kurzen, heftigen Rennen über mehrere Runden sind äußerst zuschauerfreundlich und dürften eine Zukunft haben. Nachbesserungen sind in der Transparenz der Wertungen sicher notwendig. So war nicht immer nachvollziehbar, welche Mannschaft während des Rennens in Führung lag. „An diesen Dingen arbeiten wir“, sagt Frambach.

Für die Profis bestätigte sich, was André Greipel (Team Lotto Soudal) erwartet hatte: „Es wird Vollgas gefahren und wird wehtun.“ Dumoulin-Teamkollege Ramon Sinkeldam diktierte nach den drei Tagen von Limburg: „Es waren extrem anstrengende Rennen. Allen Kollegen, mit denen ich spreche, schmerzen die Beine. Das ist nicht normal für einen Profi. In einem normalen Etappenrennen verausgabt man sich nicht so sehr wie hier. In diesen kurzen Rennen muss man eine ganz andere Liestung abrufen als wir dies gewohnt sind.“

Die Hammer Series in Vaals und Sittard ist vertraglich bis 2019 festgezurrt. Sie wird, so ist der Plan, dreimal im Jahr an verschiedenen Orten ausgetragen: Bestätigt ist neben Limburg, wo 2018 wieder um dieselbe Zeit nach Punkten gejagt wird, der zweite Event im norwegischen Stavanger (Mai 2018), Südafrika ist eine Option für eine weitere Veranstaltung.

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