Hallencup: Wegberg-Beeck setzt sich erst in Verlängerung durch

Von: Helga Raue
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Lieferten sich ein spannendes Finale: Regionalligist FC Wegberg-Beck (rotes Trikot) und Landesligist Germania Teveren, die sich beide für die Endrunde qualifizierten.

Oberbruch. Eigentlich standen die Wetten nur darauf, wie hoch und ob wohl sogar zweistellig der FC Wegberg-Beeck gewinnen würde. Wohl kaum einer hätte gegen den Favoriten gewettet. Und doch hatte Fußball-Landesligist Germania Teveren den Regionalligisten am Rande einer Niederlage.

Er zwang ihn nach einem 4:4 (2:2) nach 20 Spielminuten in die zweimal fünfminütige Verlängerung. In der drehte der Titelverteidiger auf und zog mit 8:4 n. V. letztlich erneut klar in die Endrunde um den 32. Sparkassenhallen-Cup, den unsere Zeitung präsentiert, ein.

Dirk Ruhrig atmete auf, als der Schiedsrichter die Partie abpfiff. „Während des Spiels ist man so konzentriert, da habe ich nicht an den Anruf gedacht“, kommentierte Wegberg-Beecks Trainer lachend, denn wie gewohnt vertrat er seinen urlaubenden Teamchef Friedel Henßen, der am Montag wieder dabei ist, in der Vorrunde und musste am Dienstagabend noch Bericht erstatten. „Ich hätte mir das einfacher gewünscht und auch einfacher vorgestellt. Schließlich wäre nach dem Final-Hattrick alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung gewesen.“

Ganz und gar nicht zufrieden war Ruhrig mit dem ersten Auftritt seines Teams, als Kreis-A-Ligist VfJ Ratheim sogar vorlegte und eine Halbzeit lang ebenbürtig mit den Beeckern war. „Unser Start war holprig, steinig. Die Mannschaft ist vogelwild über das Parkett geirrt.“ Danach hatte sich der Regionalligist gefangen, den TuS Rheinland Dremmen mit 8:3 geschlagen. In der regulären Finalspielzeit zeigte der Regionalligist erstaunlich große Probleme gegen Teveren. Ganz anders in der Verlängerung, die der Favorit dominierte.

Das ärgerte Dave Roemgens vor allem: „In der normalen Spielzeit war unsere Leistung okay, ganz anders in der Verlängerung, in der wir den Gegner einfach haben laufen lassen“, war Teverens Spielertrainer sauer. „So etwas geht nicht, entweder will man gewinnen oder nicht.“ Jubeln durfte Germania Teveren trotzdem, als bester Zweiter der beiden Vorrunden in Düren und Heinsberg sicherte sich der Landesligist doch noch ein Ticket für die Endrunde am 4. Januar in Aachen.

Die Vorrunden waren kurzweilig: Neun Minuten lief das Turnier, und so mancher Zuschauer dürfte seinen Augen nicht getraut haben: Der VfJ Ratheim, Sechster der Kreisliga A, führte 3:0 gegen den haushohen Favoriten. Doch nach dem Seitenwechsel erhöhte Wegberg-Beeck den Druck und siegte mit 6:3. Auch in seiner zweiten Partie verkaufte sich Ratheim gut, hielt das Spiel gegen Bezirksligist Dremmen lange offen, unterlag aber 2:5. „Ich bin allgemein zufrieden. Wir haben uns nicht viel ausgerechnet, wollten nur nicht untergehen, und das sind wir auch nicht“, resümierte VfJ-Coach Sebastian Birwe. „Wir haben zwei schöne Spiele abgeliefert und zumindest am Anfang einen Großen etwas geärgert.“

Das hatte sich auch der TuS Rheinland Dremmen erhofft, nach dem 5:2 gegen Ratheim zerplatzten die Hoffnungen gegen Wegberg-Beeck schnell: 3:8. „Wir haben das erste Spiel klar gewonnen. Hätten wir ein Tor mehr erzielt, hätte uns im zweiten Spiel vielleicht sogar ein Unentschieden gereicht“, haderte Dremmens Coach Ralph Tellers ein wenig mit dem Resultat. „In der ersten Hälfte haben wir das gut gemacht, hatten aber nach dem Seitenwechsel nichts mehr zuzusetzen.“ Wegberg-Beeck baute den Vorsprung aus, siegte letztlich ungefährdet. „Die individuelle Klasse Wegberg-Beecks hat sich durchgesetzt,  das Ergebnis spiegelt das Kräfteverhältnis und den Klassenunterschied wider. Zum Schluss haben uns Kraft und Konzentration gefehlt.“

Ganz anders die Vorrunden-Gruppe D: Germania Teveren überrannte die Sportfreunde Uevekoven. „Bis zum 0:5 wurden wir gnadenlos ausgekontert. Wir haben gegen Teveren zu Beginn einfach zu naiv gespielt, sind vorne zu sehr draufgegangen“, bemängelte Sportfreunde-Coach Daniel Marschalk, der mangels Personal einige Akteure aus der Reserve mitbringen musste, nach der 3:7-Niederlage.

Gegen den Bezirksliga-Kollegen Union Schafhausen sah das Ganze schon ausgeglichener aus. Erst in der Schlussphase der Begegnung, die lange 0:0 gestanden hatte, setzte sich die Union mit 3:1 durch. „Wir haben durch individuelle Fehler verloren“, so Birwe, der aber „im Großen und Ganzen zufrieden mit den Auftritten“ war. „Wir haben Spaß gehabt, das ist ein schönes Turnier, und  wir wollen auch im nächsten Jahr wiederkommen.“

Doch Teverens Weg ins Finale verlief nicht weiter so locker, beinahe hätte Schafhausen dem Team von Dave Roemgens einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Einige strittige Schiedsrichterentscheidungen haben zum Schluss das Spiel entschieden“, haderte Union-Trainer Jochen Küppers, der drei A-Jugendliche im Team hatte,  mit der vergebenen Chance. Schafhausen hatte bis zum Schlusspfiff noch ein 4:4 gehalten, doch in der Schlusssekunde erhöhte Teverens Robin Hennen auf 5:4.

„Meine Jungs haben sich gut präsentiert. Wir haben als Underdog nicht mit einem Sieg gegen Teveren gerechnet, auch wenn wir ihn vielleicht verdient gehabt hätten. Auf jeden Fall haben wir einen guten Fight geliefert.“

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