Aachen - Hallencup-Vorrunde: Überrascht ein Underdog?

Hallencup-Vorrunde: Überrascht ein Underdog?

Von: rau
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2011 endete das Vorrundenfinal
2011 endete das Vorrundenfinale zwischen Dürwiß (rechts) und Alemannia Mariadorf 4:4, doch im Neunmeterschießen setzte sich der damalige Bezirksligist 4:2 durch und zog in die Endrunde ein. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Zwei Endrunden-Teilnehmer sind bereits ermittelt: Viktoria Arnoldsweiler und der TuS Rheinland Dremmen lösten in den beiden Vorrunden im Fußballkreis Düren bzw. Heinsberg die Tickets für Aachen. Am Mittwochabend entscheidet sich, welcher Vertreter aus der Region Aachen-Land sich für die Endrunde am Freitag um den 26. Hallencup der Sparkasse, den unsere Zeitung ausrichtet, qualifiziert.

Papier mag ja geduldig sein, doch dürften am Mittwochabend ab 18 Uhr in der Halle Neuköllner Straße die beiden Mittelrheinligisten SV Rott und Germania Dürwiß favorisiert sein. „Sieht man die Tabellenstände von Mittel- und Landesliga zusammen, dann liegen auch nur vier Plätze zwischen uns und dem SV Breinig”, verweist Jürgen Lipka auf die Statistik und fügt mit einem Seufzer hinzu: „Wir freuen uns auf dieses interessante und bestbesetzte Turnier der Region, auch wenn wir eine schlechte Hallenmannschaft sind.”

Das musste der Coach des SV Rott „schmerzlich” erfahren, beim Hallenturnier von Liga-Kollege Germania Dürwiß, als man mit nur einem Punkt aus drei Partien in der Vorrunde ausschied. „„Wir haben uns reichlich blamiert, daher fordere ich gegen stärkere Gegner in Aachen Wiedergutmachung”, so Lipka, der selbst am Mittwoch beruflich verhindert ist. Der SV Rott spielt bereits zum Auftakt um 18 Uhr gegen den Landesliga-Zweiten SV Breinig und anschließend gegen Landesliga-Aufsteiger VfL Vichttal.

Im zweiten Spiel des Tages um 18.30 Uhr steht Germania Dürwiß Landesliga-Aufsteiger Alemannia Mariadorf gegenüber. Die Mariadorfer waren im vergangenen Jahr das Team des Abends, setzten sich als damaliger Bezirksligist im Vorrundenfinale durch - ausgerechnet gegen Dürwiß. 4:4 hatte es nach der regulären Spielzeit gestanden, 4:2 siegten die Land-Alemannen, die damals in der Vorrunde Rott und den SC Kellersberg besiegt hatten, im Neunmeterschießen. Diesmal treffen Dürwiß und Mariadorf also bereits in der Vorrundengruppe aufeinander. Der (lachende?) Dritte im Bunde ist Bezirksligist JSV Baesweiler.

„Ich finde Hallenfußball toll, ich habe immer gerne gespielt. Aber in meiner heutigen Funktion sehe ich das immer mit gemischten Gefühlen und wünsche mir daher an erster Stelle, dass alle Spieler gesund bleiben und sich niemand verletzt”, sagt Werner Jahr. Der Dürwißer Obmann war selbst zwei Mal Torschützenkönig beim Hallencup, einmal mit fünf und einmal mit elf Treffern. „Damals haben wir aber noch auf kleine Handball-Tore gespielt”, erzählt Jahr. Sein Rekord hielt bis zum vergangenen Jahr, dann übertraf ihn Alexander Back von Germania Teveren, Turniersieger 2011, mit 15 Treffern.

„Es wird schwer für uns, die Gruppenphase zu überstehen. Vor allem Mariadorf hat eine gute Mannschaft”, so Jahr. Dürwiß gewann bereits das eigene Turnier mit einem 4:1-Finalerfolg gegen den VfL Vichttal. „Zwei Jungs müssen aber in Aachen passen, so dass wir mit vier A-Jugendlichen antreten werden.” Gecoacht wird das Team von „Co” Samir Gradasevic, da Trainer Alejandro Medina in Urlaub weilt.

Morgen - gleiche Zeit, gleicher Ort - treffen sechs Teams aus Aachen-Stadt aufeinander. NRW-Ligist Alemannia Aachen II muss um 18 Uhr im ersten Spiel gegen den ehrgeizigen Bezirksliga-Zweiten Rhenania Richterich antreten, dessen Trainer Gökhan Demirci es gut versteht, seine Jungs „heiß” zu machen. Als dritter Teilnehmer wurde der starke Landesligist Westwacht Aachen in die Gruppe gelost - womit diese exakt die gleiche Zusammenstellung wie im vergangenen Jahr hat. Damals schlug Alemannia II Richterich mit 4:3 und die Westwacht 2:1, Richterich und Westwacht trennten sich 3:3.

In der anderen Gruppe ist Hertha Walheim favorisiert - wie auch im vergangenen Jahr. Doch da musste der Mittelrheinligist sich überraschend Bezirksligist Arminia Eilendorf (3:5) beugen. Erst im Vorrunden-Finale war für die Eilendorfer Schluss, als NRW-Ligist Alemannia II standesgemäß mit 6:0 siegte.

Stolperstein Borussia Brand?

Die Arminen qualifizierten sich anno 2012 nicht für den Hallencup, dafür stößt Borussia Brand dazu. Und der derzeitige Bezirksliga-Dritte ist bekannt für seine kämpferischen Qualitäten, so dass Mittelrheinligist Walheim gewarnt sein dürfte. Das Zünglein an der Waage könnte Bezirksliga-Spitzenreiter SV Eilendorf sein.

„Meine Erwartung ist nicht riesig, daher wäre auch meine Enttäuschung geringer. In den vergangenen Jahren haben wir beim Hallencup nicht berauschend gespielt, haben 2011 einfach nicht diszipliniert genug agiert. Von daher kann es diesmal nur besser werden”, übt sich Mirko Braun in Zurückhaltung, fügt aber hinzu: „Trotzdem freuen die Jungs und ich uns auf das Turnier.” Gerne denkt der Coach von Hertha Walheim daran zurück, wie er als Spieler mit Rhenania Würselen den damaligen Regionalligisten Aleman- nia Aachen bezwang. „Da war eine Stimmung in der Halle, einfach toll.” Diesmal könnte er als Coach mit Walheim in der Vorschlussrunde auf die U 23 von Alemannia Aachen treffen, deren Trainer Ralf Aussem „diesmal das Ding unbedingt gewinnen will”.
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