Hallencup: Uevekoven ist im Finale einen Tick cleverer

Von: Helga Raue und Kevin Teichmann
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So sehen strahlende Siegerinnen aus: Die Fußballerinnen der Sportfreunde Uevekoven gewinnen in der Oberbrucher Don-Bosco-Halle den Sparkassen-Hallencup 2016. Mit ihnen freuen sich Josef Füßer (links), Direktor Marketing der Kreissparkasse Heinsberg, Susanne Römer (Sparkasse Aachen; Zweite von rechts) und Klaus Pastor, Marketing Zeitungsverlag Aachen (rechts). Alle Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Hart umkämpft: Im Finale schenkten sich Uevekoven (in Grün) und Alemannia Aachen II nichts.

Oberbruch. Es war ein Sieg mit Ansage. „Wie versprochen“, sagte Marcel Herzog lachend. Im Vorfeld hatte der Trainer der Sportfreunde Uevekoven angekündigt, anno 2016 den Sparkassen-Hallencup gewinnen zu wollen. Und die Frauen des Fußball-Mittelrheinligisten hielten sich an die Vorgabe ihre Trainers.

Ohne Niederlage nach fünf Spielen durfte man sich in der Endrunde als Gewinner feiern lassen, nachdem man im Finale auch die Liga-Kolleginnen von Alemannia Aachen II mit 1:0 besiegt hatte.

„Das Finale war sehr ausgeglichen, vielleicht waren wir einen Tick cleverer als die Aachener“, zollte Herzog seinem Team Respekt, das trotz Unterzahl die knappe Führung über die Runde brachte. Keeperin Clara Elsholz hatte noch eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert, doch Kapitänin Christel Behr ließ in dieser Zeit im Gehäuse nichts anbrennen.

„Sehr gut, wie wir da den Ball gehalten haben“, so Herzog, der nur mit den ersten beiden Partien – 1:0 gegen den Kohlscheider BC und 2:1 gegen Dürwiß – nicht ganz zufrieden war. „Da hätte ich mir mehr Souveränität erhofft. Wir haben schwer reingefunden in die beiden Partien, haben allerdings auch eine harte Trainingswoche hinter uns und dabei keine Rücksicht auf den Hallenauftritt genommen.“ Die Liga hat Vorrang, schließlich hat der Spitzenreiter die Regionalliga im Visier.

Im Halbfinale hatte Uevekoven Jüngersdorf/Stütgerloch knapp besiegt. Im Schlussspurt hatte der Landesligist gewaltig aufgeholt. „Leider haben wir den Start verpennt“, ärgerte sich Bernd Falter, der die TuS-Mannschaft im November als Nachfolger von Stephan Wenn übernommen hatte. Uevekoven hatte schnell 3:0 geführt, doch 37 Sekunden vor Schluss gelang dem Team aus der Dürener Region noch der Anschluss zum 3:4.

„Schade, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit unserem Auftritt, schließlich haben wir mit Kornelimünster und Stetternich zwei starke Teams aus dem Rennen geworfen. Wir sind mit Sicherheit nicht schlechter.“ Im Neunmeterschießen um Platz 3 setzte sich der TuS gegen den KBC mit 4:2 durch. Das macht Mut für die Saison, in der der Klassenerhalt das große Ziel ist.

Landesliga-Spitzenreiter TV Konzen blieb ohne Sieg und ging in seinem letzten Spiel gegen Uevekoven quasi wehrlos mit 0:10 unter, so dass Trainer Stefan Reder sprachlos die Halle verließ. Auch gegen Germania Dürwiß hatte es eine 0:2-Niederlage gegeben. „Wir haben uns in gewissen Situationen dumm angestellt und häufig in den letzten Minuten Gegentore kassiert. Dennoch bin ich im Grunde zufrieden – gegen höherklassige Mannschaften haben wir mit nur einem Tor Differenz verloren“, resümierte der Dürwißer Coach Frank Krings. „In der Rückrunde draußen möchten wir ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Der erste Platz ist nicht weit weg.“

In der Endrundengruppe A war Alemannia Aachen II, die mit Saki Tsutsumi auch eine Akteurin der Zweitliga-Mannschaft mitgebracht hatte, das Maß der Dinge. Allerdings hatte der Mittelrheinligist gegen Stetternich schon mit 1:4 zurück gelegen, bis Tsutsumi mit einem Dreierpack noch den Ausgleich besorgte. Im Halbfinale war es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales gegen den Kohlscheider BC gekommen, das Aachen diesmal gewann.

„Es war ein starkes, ausgeglichenes Feld und vor allem ein sehr ausgeglichenes Finale. Das Halbfinale war unser Mindestziel, wir standen sogar im Finale, also bin ich zufrieden. Vor allem einen 1:4-Rückstand muss man in der Halle erst einmal wettmachen“, so Aachens Coach Bernd Aufderheide, der das Team Ende November von Jo Adler übernommen hatte. „Uevekoven hat nicht unverdient gewonnen. Aber hätten wir zu Beginn unsere Chancen genutzt und selbst das 1:0 erzielt, wäre die Partie vielleicht anders verlaufen. Danach haben wir keine Mittel gefunden, Uevekoven hat etwas mehr Erfahrung als wir.“

Zwar hatte Bezirksligist Stetternich Aachen II am Rande einer Niederlage, zufrieden war man mit dem Punkt naturgemäß nicht. „Für uns ist es schlecht gelaufen. Mir fehlten einige gute Hallenspielerinnen. Im ersten Spiel gegen Jüngersdorf/Stütgerloch war die Leistung richtig mies – gegen Alemannia hätten wir allerdings gewinnen müssen“, ärgerte sich SC-Coach Mirko Kos. „In der Liga versuchen wir, noch einmal vorne anzuklopfen. Wir haben das Spielermaterial für den Aufstieg. Wenn alles passt und sich niemand verletzt, nehmen wir das in Angriff.“

Gemischt fiel auch das Resümee von Martin Maske, Co-Trainer von Kornelimünster, aus: „Im ersten Spiel waren die Alemannia-Frauen viel frischer und besser. Gegen Jüngersdorf/Stütgerloch haben wir uns dumm angestellt, aber gegen Stetternich hat man dann eine Steigerung gesehen. Das war deutlich besser und wir haben auch gewonnen.“ Wichtiger ist bekanntlich ‚aufm Platz‘. „Wir müssen uns stabilisieren, dann kann man irgendwann auch von einer Mittelrheinliga-Rückkehr träumen.“

Der Klassenerhalt in dieser Spielklasse ist das große Ziel von Aufsteiger Kohlscheider BC. Der Vorjahressieger wurde diesmal Vierter. „Im Grunde bin ich mit unserer Leistung zufrieden, auch wenn das knappe 0:1 gegen Uevekoven zum Auftakt unglücklich war“, zog Frank Kouchen Bilanz. „Wir standen als Außenseiter im Halbfinale, und haben das Spiel zum Ende noch knapp gestaltet.“ Aachen II hatte schon 3:0 geführt, als der KBC noch auf 2:3 aufschloss. „Wir haben zwei dumme Tore kassiert. Und der Anschluss kam leider sehr spät, aber wir dürfen zufrieden sein, da wir der Alemannia bis zum Schluss alles abverlangt haben.“

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