Hallencup: Raspo Brand scheitert knapp

Von: Kevin Teichmann
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Trotz Ausscheidens zufrieden: Raspo-Coach Matthias Conrad.

Aachen. Die Sekunden rinnen von der Uhr, so schnell wie die Schweißperlen von Matthias Conrads Stirn. 2:2 steht es im Kräftemessen mit Landesliga-Spitzenteam SV Breinig. Das Team von Conrad, der Bezirksliga-Aufsteiger Raspo Brand, stünde mit einem Remis im Vorrunden-Finale des Hallencups – und hätte damit große Chancen auf die Endrunde.

Zehn Sekunden verbleiben. Conrad schlägt die Hände zusammen. Neun Sekunden. Die Anspannung ist ihm anzumerken. Acht Sekunden. Belohnt sich Brand für zwei couragierte Auftritte gegen Roetgen (2:1-Sieg) und Breinig? Sieben Sekunden.

Noch einmal Freistoß für Raspo in der gegnerischen Hälfte. Sechs Sekunden. Ausführung direkt in die Füße eines Akteurs des SV Breinig. Fünf Sekunden. Der SV-Verteidiger kontrolliert das Spielgerät. Vier Sekunden. Ein letzter Breiniger Angriff. Drei Sekunden. Über zwei, drei Stationen geht es in Richtung Raspo-Gehäuse. Zwei Sekunden. DJK-Keeper Kevin Krupp stürmt aus seinem Kasten, um das 2:3 zu verhindern. Eine Sekunde. Vergeblich – Felix Korb kennt kein Erbarmen und hämmert den Ball in die Maschen. Die Sirene ertönt. Schriller könnte sie für die Brander nicht klingen: Breinig weiter, Raspo raus!

Der Ärger weicht schnell

Doch der erste Ärger weicht schnell: „Wir haben uns sehr gut präsentiert und können mit breiter Brust nach Hause fahren. Arbeitet man einmal nicht genau genug, dann passiert das eben.“ Im Endeffekt ist der „Taktikfuchs“, wie Conrad liebevoll von einigen Trainer-Kollegen genannt wird, mit den Partien seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Es hat Spaß gemacht. In der Halle war eine tolle Atmosphäre. Unsere Spiele waren sehr spannend. Ich meine sogar, dass wir von den Chancen her beide Male leicht vorne waren.“ Zum Weiterkommen reichte das nicht.

Trotz erster Hallenspektakel-Teilnahme präsentierte sich das Conrad-Team äußerst abgezockt. Vom typischen Lehrgeldzahlen keine Spur. „Für die taktischen Vorgaben war diesmal aber mein Co-Trainer Dirk Braunleder verantwortlich“, lacht der 33-Jährige, schließlich möchte er sich nicht die falschen Lorbeeren aufsetzen.

Ob auf dem Rasen der dritte Aufstieg in Folge gelingt? „Darüber können wir uns gerne noch einmal im April oder Mai unterhalten. Wie gut es in den letzten Jahren für uns läuft, ist fast schon ein bisschen gruselig.“ Stehen die Brander am Ende wieder auf einem Aufstiegsrang, dürfte eher Freude denn Grusel überwiegen.

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