Hallencup: FC Wegberg-Beeck will Titel verteidigen

Von: Helga Raue und Kevin Teichmann
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Glücksfee: Heike Brech von der Sparkasse Aachen zog im Beisein der Vereinsvertreter die jeweiligen Gruppen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Atmosphäre ist ganz anders als auf den Fußballplätzen unter freiem Himmel. Der Fußball aber auch. In den engen Hallen knistert die Atmosphäre, sind die Spiele schnell und laut, und die Zuschauer sitzen dicht am Geschehen, können jeden Spielzug hautnah verfolgen. Winterzeit ist auch immer Hallenzeit für die Fußballer.

Zum 32. Mal treffen sich die besten Klubs aus der Region Aachen, Düren und Heinsberg beim Sparkassen-Hallencup, der wie immer von unseren Zeitungen präsentiert wird. Vom 28. Dezember bis zum 4. Januar 2016 kämpfen insgesamt 24 Teams um den Titel, bei den Frauen sind es am 9. und 30. Januar insgesamt 14 Mannschaften.

„Alle Jahre wieder“, titelte Sascha Schaffrath, Gebietsleiter Aachen der Sparkasse Aachen, gut gelaunt bei der Auslosung der Vorrundengruppen. Seit 1985 ist die Sparkasse Hauptsponsor des Frauenturniers, seit 2010 auch der Männer. „32 Jahre Hallencup sind ein Zeichen für die Attraktivität des Turniers. Auch bei der Auflage 2016, die bereits im Dezember 2015 startet, dürfen sich die Zuschauer auf die besten Teams aus der Region freuen, angeführt vom Titelverteidiger, dem Regionalligisten FC Wegberg-Beeck, und dem Spitzenreiter in der „Ewigen Tabelle“, Alemannia Aachen II.

Folgt der vierte Streich?

„Wir wollen auf jeden Fall wieder gewinnen“, redet Friedel Henßen, Teamchef von Wegberg-Beeck, nicht um den heißen Brei herum. Den Hattrick hat der Titelverteidiger in der Tasche, siegte 2013, 2014 und in diesem Jahr. „Aber wir wollen auch ein viertes Mal erfolgreich sein. Der Hallencup ist das schönste und beste Hallenturnier in der Region – analog zum Rurdorfer Sommercup, den wir in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge gewonnen haben.“

Seine Jungs mögen die Halle und könnten mit einem weiteren Erfolg neben der Siegprämie Selbstbewusstsein tanken. Denn in der Regionalliga läuft es für den Tabellenletzten, dessen Kader für die Rückrunde unverändert bleibt, nicht rund.

„In den vergangenen Jahren endete die Vorrunde in Heinsberg immer eindeutig. Ich hoffe nur, dass keiner bei uns überheblich wird, denn in der Halle gerät man da schnell ins Hintertreffen“, so Henßen, der in der Vorrunde von Dirk Ruhrig an der Seitenlinie vertreten wird. Dann wird auch wie beim Hallencup 2015 Feldspieler Dominik Broich wieder im Tor stehen, erst im Finale würde Patrick Nettekoven das FC-Gehäuse hüten.

„Vom Papier her sicher Teveren, aber auch Dremmen und Ratheim haben gute Hallenspieler“, schätzt Henßen als größte Konkurrenz ein. In der Endrunde am 4. Januar in Aachen – „so wir uns denn dafür qualifizieren“ – dürften neben dem Vorjahresfinalisten SV Breinig und dem SV Eilendorf Borussia Freialdenhoven, die immer vorne dabei ist, und Arnoldsweiler die großen Gegner sein. „Und nicht zu vergessen Alemannia II – abhängig davon, mit welcher Mannschaft sie aufläuft.“

Diese Frage kann auch Marc Gillessen noch nicht beantworten, vor allem auf der Torwartposition hat Aachens U 21 ein Problem, da Stammkeeper Roy Flekken an einem Kreuzbandriss laboriert. Für Gillessen, seit dem Sommer für die U 21 zuständig, ist es der erste Hallencup als Trainer. „Und ich komme nicht dahin, weil ich nichts Besseres zu tun habe“, formuliert der Coach gut gelaunt.

„Wir fahren nicht dahin, um nur dabei zu sein. Wir wollen in die Endrunde und die auch gewinnen.“ Dass das kein leichtes Unterfangen wird, weiß Gillessen aber auch. In den vergangenen Jahren war in der Vorrunde für Aachen II immer Schluss. „Wir werden das Turnier auf jeden Fall ernst nehmen, wenn wir dann in der Vorrunde raus sind, wäre das schade.“

Der letzte Erfolg war 2008, da gewann Alemannia Aachen II zum neunten Mal den Hallencup. „Es wird Zeit, dass wir noch einmal in die Endrunde kommen, da möchten wir 2016 sehr gerne hin“, sagt Manfred Werner, Obmann des Alemannia-Nachwuchses. Insgesamt nahm die zweite Mannschaft bisher 28 Mal teil, acht Mal wurde der Klub auch durch seine Profis vertreten, die von 1992 bis 1994 drei Mal in Folge sowie 1996 gewannen. Auf Platz 2 der „Ewigen Tabelle“ steht Borussia Brand, die 1985 die Premiere sowie weitere vier Mal gewonnen hatte. Auf Rang 3 folgt Borussia Freialdenhoven, die 2015 den Sprung in die Endrunde verpasst hatte.

„Das hat uns geärgert und soll uns diesmal nicht wieder passieren“, sagt Freialdenhovens Coach Winnie Hannes. „Vom Potenzial her ist unsere Mannschaft besser als in den vergangenen beiden Jahren. Aber ob das reicht, ist ja in der Halle wieder eine andere Frage. Noch einmal ins Finale zu kommen – wie 2013 gegen Wegberg-Beeck – wäre ein Highlight.“

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