Aachen - Hallencup: Edin Kerla hält den Breiniger Sieg fest

Hallencup: Edin Kerla hält den Breiniger Sieg fest

Von: Helga Raue
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Die Spieler des SV Breinig wissen, wem der Dank zu gelten hat: Torhüter Edin Kerla (rechts) hält den Sieg im Neunmeterschießen fest. Foto: Andreas Steindl

Aachen. So muss ein Finale sein – die Halle tobte, begeisterter Applaus begleitete die Teams ins Neunmeterschießen. Schon in der regulären Spielzeit hatten sich Mittelrheinligist SV Eilendorf und Landesligist SV Breinig ein heißes Duell geliefert.

Immer wieder war die Führung ausgeglichen worden, mit 3:3 war es in die zwei Mal fünfminütige Verlängerung gegangen. Wieder legte Breinig vor, wieder glich der SVE aus. Dann, im Neunmeterschießen, hielt Edin Kerla den Sieg für den SV Breinig fest. Der sich damit für die Endrunde um den Sparkassen-Hallencup, den unsere Zeitung präsentiert, am Montag qualifizierte.

„Ein ganz dickes Kompliment an mein Team, ich bin stolz. Toll, dass wir wieder in der Endrunde stehen“, freute sich Breinigs Coach Michael Burlet. „Das war ein spannendes Endspiel zwischen zwei Mannschaften, die auf Augenhöhe agierten.“ Das Leben schreibt die schönsten Geschichten, denn eigentlich hatte Breinig ein Torwartproblem: Der eine ist verletzt, der andere weilt in Urlaub. So musste Edin Kerla, der seine Karriere eigentlich schon beendet und seit zehn Monaten kein Fußball gespielt hatte, noch einmal ran. Und er hielt für Breinig den Sieg fest. Einziger Wermutstropfen: Alan Graf knickte in der Vorrunde um und verletzte sich. „Hoffentlich ist es nichts ernstes“, bangte Burlet um seinen Akteur.

Von Enttäuschung war auch der Verlierer weit weg: „Das war es, was wir von Anfang an gewollt hatten“, freute sich Jochen Heck, Vertreter des urlaubenden Coaches Achim Rodtheut. „Spannende und gute Spiele, nur schade, dass wir nicht gewonnen haben. Aber wir dürfen ja noch hoffen, dass wir am Montag als bester Zweiter doch noch dabei sind.“ Der SV Eilendorf war ein wenig stotternd gestartet. „Man hat gesehen, dass wir uns erst an die Halle gewöhnen mussten, ein kleiner Fehlpass wird direkt bestraft. Aber dann war es ein spannendes, schnelles Spiel.“ Zum Auftakt gab es ein 3:3 gegen Landesligist Kohlscheider BC – ein Spiel ganz nach Hecks Geschmack. In dem die Schlusssirene den SVE vor dem K.o. rettete, nachdem zuvor der Keeper und der Pfosten den Ball gestoppt hatten.

„Wir sind an einer Sekunde gescheitert“, bedauerte KBC-Coach Thomas Virnich das vorzeitige Ausscheiden des Landesligisten, mit dessen Auftreten er sehr zufrieden war. „Im vergangenen Jahr haben wir es als Bonus verstanden, dass wir als Bezirksligist beim Hallencup dabei sein durften. In diesem Jahr wollten wir uns steigern – ich denke, das ist uns gelungen.“ Das Torverhältnis musste über den Einzug ins Vorrundenfinale entscheiden – und da reichte nach dem 3:3 gegen Eilendorf auch der 5:0-Sieg gegen Bezirksligist Concordia Oidtweiler nicht. „Wenn in einer Dreiergruppe das Torverhältnis entscheiden muss, hat man nicht enttäuscht.“ Morgen tritt der KBC noch bei der Stadtmeisterschaft an, dann ist erst einmal Winterpause bis zum 25. Januar.

Dem 0:5 gegen den KBC folgte für Oidtweiler ein 2:8 gegen den SVE. „In beiden Spielen haben wir gut begonnen, dann aber die Ordnung zunehmend verloren. Beide Niederlagen waren auch in der Höhe verdient“, war Concordia-Coach Frank Raspe ein fairer Verlierer. „Vielleicht waren beide Niederlagen ein, zwei Tore zu hoch, aber wir waren die schwächste Mannschaft in unserer Dreiergruppe, zumal wir einige gute Hallenspieler nicht dabei hatten.“

In der zweiten Gruppe zog der SV Breinig locker seine Runden. Dem 7:3 gegen Landesliga-Kollege Westwacht Aachen hatte der Vorrundenfinalist ein 6:1 gegen Bezirksligist DJK FV Haaren folgen lassen. „Wir haben sehr konzen-triert begonnen, das 4:0 zum Seitenwechsel war vorentscheidend“, war Michael Burlet zufrieden. Weniger sein Kollege: „Wir haben Lehrgeld bezahlt. Mit unserem Team aus der A-Jugend und dem anderen Block ist uns nicht das gelungen, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Westwacht-Coach Dieter Busch und ordnete auch die 1:7-Niederlage gegen Haaren ehrlich ein: „Die war verdient, weil Haaren mehr investiert hat, spielstärker und im Kopf schneller war.“

Entsprechend strahlte Mike Zimmermann nach dem ersten Sieg der Haarener beim Hallencup überhaupt. „Im ersten Spiel haben wir technisch schönen Fußball gespielt. Auch gegen die Westwacht muss man erst mal sieben Tore machen“, freute sich Haarens Coach. „Aber gegen Breinig hat man gesehen, was uns noch fehlt. „

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