Hallencup: Bonbon von Alemannia als Entschuldigung

Von: Helga Raue
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Pas de Deux: Die Partie zwischen dem FC Inde Hahn und Alemannia Mariadorf war ein Highlight der ersten Vorrunde. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Gemischte Gefühle“ – die Gefühlslage von Harald Juntersdorf, Co-Trainer von Alemannia Mariadorf, traf wohl auf die meisten unbeteiligten Zuschauer nach dem erfolgreichen Protest des Fußball-Landesligisten wegen eines nicht spielberechtigten Akteurs bei der ersten Aachener Vorrunde um den Sparkassen-Hallencup, den unsere Zeitung präsentiert, zu.

Denn die Spieler des FC Inde Hahn, die damit doch nicht im Vorrundenfinale gegen den VfL Vichttal standen, waren die Leidtragenden, auch wenn ihr Coach Oliver Heinrichs in der Halle beispielhaft die Contenance wahrte – dafür Chapeau!

Und Hahn soll nicht leer ausgehen. „Ich habe als Entschuldigung und Entschädigung ein Freundschaftsspiel mit unserer ersten Mannschaft angeboten“, meldete sich Alemannia Aachens Sportdirektor Alexander Klitzpera schon am folgenden Silvestermorgen bei den Hahnern. „Wir wollen uns erkenntlich zeigen, da Inde Hahn ja ohne unseren Fauxpas sportlich weitergekommen wäre und entschuldigen uns dafür, dass wir nicht aufgepasst haben.“

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Alemannia Aachen II hatte mit dem noch 17-jährigen Marco Kirschall mangels Alternative einen 2015 noch nicht spielberechtigten Torwart eingesetzt. Dafür war der schön herausgespielte 7:3-Erfolg des Teams von Marc Gillessen nachträglich in eine 0:2-Wertung für Mariadorf umgewandelt worden. Wobei die U 21 sich mit einem A-Jugendlichen statt eines erfahrenen Keepers sicherlich keinen Vorteil verschafft hatte – aber: Regel ist Regel. So fand die erste Aachener Vorrunde, die Landesligist VfL Vichttal mit 7:6 nach Verlängerung gegen den Liga-Kollegen aus Mariadorf knapp gewann, nachträglich doch noch ein versöhnliches Ende.

Am Samstag, 15 Uhr, steht in der Halle Neuköllner Straße die zweite Aachener Vorrunde auf dem Programm. In der Gruppe ist Mittelrheinligist SV Breinig auf dem Papier gegenüber den beiden Bezirksligisten Concordia Oidtweiler und Ausrichter DJK DV Haaren favorisiert. „Ich glaube, wir haben eine gute Hallenmannschaft zusammen. Unser Ziel sollte auf jeden Fall wieder das Erreichen der Endrunde am Montag sein“, sagt Breinigs Coach Michael Burlet.

Im vergangenen Jahr unterlag der damalige Landesligist dem FC Wegberg-Beeck erst im Finale. Allerdings wird der abwesende Burlet am Nachmittag an der Seitenlinie von seinem Torwarttrainer Oliver Bleimann und seinem neuen Co-Trainer Jack Schweitzer (siehe auch „Geflüster“) vertreten. Schon 2015 war Breinig in der Vorrunde auf Haaren getroffen, das man 6:1 geschlagen hatte.

Im Vorrundenfinale hatte der SV Breinig den Liga-Kollegen SV Eilendorf erst nach Neunmeterschießen mit 9:7 bezwungen, wobei Keeper Edin Kerla, der für den Hallencup sein Comeback gegeben hatte, der Held war. Auch diesmal könnten die beiden Klubs im Vorrundenfinale aufeinandertreffen, denn der SV Eilendorf tritt in der Gruppe H an. Das Team von Achim Rodtheut muss sich mit Bezirksligist Kohlscheider BC und Landesligist Hertha Walheim auseinandersetzen. Auf Kohlscheid, damals noch Landesligist, war der SVE schon 2015 getroffen, und man hatte sich 3:3 getrennt.

„Den Kader organisiert die Mannschaft selbst, und sie bestimmt auch, wer spielt.“ Rodtheut weilt selbst derzeit im Urlaub, wird aber per SMS auf dem Laufenden gehalten. „Wir werden acht Feldspieler und einen Keeper mitbringen, und ich erwarte, dass die Jungs ihr bestes Gesicht zeigen“, sagt der Coach schmunzelnd, der an der Seitenlinie von seinem „Co“ Roger Warrimont vertreten. Übrigens war der SVE als bester Zweiter 2015 doch in die Endrunde gekommen und mit 2:3 erneut an Breinig gescheitert – da ist noch eine Rechnung offen. . .

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