Aachen - Hallencup: Back macht für Teveren den Sieg klar

Hallencup: Back macht für Teveren den Sieg klar

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
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So strahlen Sieger: Germania Teveren gewann den Hallencup. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Dieses Finale hatte man 2009 schon einmal gesehen, und auch anno 2011 heißt der Sieger im Sparkassen-Hallencup, dem Fußball-Turnier unserer Zeitung, Germania Teveren.

Der Mittelrheinligist gewann ein umkämpftes Finale gegen die U23 von Alemannia Aachen mit 5:4 (3:4) dank des 15. Turniertreffers von Alexander Back 1,28 Minuten vor Schluss.

„Wir haben gewonnen, was gibt es Schöneres”, freute sich Germania-Kapitän André Etzold, der - wie 2009 - die Teverener Mannschaft betreut hatte (siehe auch: Frans Roemgens neuer Teverener Trainer). „Es war ein verdienter Sieg, das sieht man auch an der Reaktion des Publikums. Nur mit manchen Entscheidungen der Unparteiischen hatte ich so meine Probleme.”

Verständlicherweise, denn einige Pfiffe waren unverständlich, in anderen Situationen blieben sie ganz aus. „Ich glaube, wir waren deshalb nicht so gelitten in der Halle”, ärgerte sich auch Aachens Coach Ralf Aussem, zumal „gerade in der ersten Hälfte jede Aktion gegen uns gepfiffen wurde”. Hälfte 1 war ausgeglichen, dank eines fragwürdigen Strafstoßes ging die Alemannia in Führung. Mit zwei Toren besiegelte Back aber die Niederlage, nachdem es zwischenzeitlich so ausgesehen hatte, als würde Teveren die Luft ausgehen.

Ich bin sehr enttäuscht, ärgerte sich Aachens Kapitän Thomas Sabacinski. Wir wussten, dass Teveren nur auf Fehler von uns wartet. Wir wissen, dass wir nicht den besten Fußball hier gespielt hatte, aber wir haben uns von Spiel zu Spiel deutlich gesteigert. Aussem musste im Finale mit Kevin Malget und Patrick Schnier auf zwei Spieler verzichten, die nach der Vorrunde angeschlagen waren. Dafür kam der A-Jugendliche Dennis Kunschke in den Sturm. „Er hat seine Sache gut gemacht”, war Aussem unter dem Strich mit der deutlichen Steigerung nach schwachem Turnierbeginn nicht unzufrieden.

Schon beide Halbfinals hatten echten „Budenzauber” geboten mit rasanten, umkämpften Spielen. Alemannia Aachen II musste gegen Überraschungs-Finalist Alemannia Mariadorf ran. Und der Bezirksligist zeigte sich gegen den Favoriten zuerst ebenbürtig und erzwang 45 Sekunden vor Schluss mit dem Tor zum 4:4 die zweimal fünfminütige Verlängerung. Die dominierte der NRW-Ligist allerdings und kam mit einem 8:4-Sieg weiter.

„Schade, dass wir nicht wieder gleich ins Strafstoßschießen gegangen sind”, hätte sich Mariadorfs Coach Frank Raspe dort größere Chancen gegen die Alemannia ausgerechnet. „Ich denke, in der regulären Spielzeit waren wir gleichwertig. Aber nachher war die Kraft weg. Und den schnellen Zwei-Tore-Rückstand in der Verlängerung konnten wir gegen eine so junge, schnelle Mannschaft wie Aachen II nicht mehr wettmachen.” Trotzdem war man beim Hallencup-Sieger von 2005 zufrieden. „Wir haben im Großen und Ganzen wirklich gute Auftritte gezeigt, und die Mannschaft hat meine Erwartungen sogar übertroffen”, freute sich Raspe. Einziger Wermutstropfen: Tobias Griebenow zog sich in der Vorrunde sich einen Haarriss im Knöchel.

Grimmig schaute dagegen Wilfried Hannes nach 30 umkämpften Minuten drein. 5:6 war Mittelrheinligist Borussia Freialdenhoven im zweiten Halbfinale gegen Liga-Konkurrent Germania Teveren unterlegen.

„Wenn man so viele eigene Fehler macht, kann man nicht gewinnen. Wir haben verdient verloren”, ärgerte sich der Borussia-Coach. Seine Elf, die in der Vorrunde in Düren geglänzt hatte, verpennte den Beginn der Partie völlig und lag nach knapp drei Minuten schon 0:3 zurück. 2:5 stand es zur Pause. „Das waren krasse Abwehrfehler”, beschönigte Hannes nichts. „In der zweiten Halbzeit haben wir ja gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Wenn die ersten drei Tore nicht gewesen wären, hätten wir die Partie so runtergespielt.”
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