Graudenz und Co. gegen den freien Fall

Von: sch
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Schwer vom Ball zu trennen: Fabian Graudenz (links) kommt in den letzten Wochen wieder in Fahrt. Foto: sport/foto2press

Aachen. Der Trend meint es nicht gut mit dieser Mannschaft. Von den letzten 18 zu vergebenden Punkten holte Alemannia Aachen gerade mal vier, die Talfahrt setzte sich zuletzt mit dem 2:3 gegen die SSVg Velbert fort. Und wenn es am Mittwoch erneut übel laufen sollte, dann würde die U 23 des FC Schalke 04 die Schwarz-Gelben auch noch vom achten Tabellenplatz verdrängen.

Der Unterbau aus der „Knappenschmiede“ des Bundesligisten kommt mit einem schönen Lauf daher; für das Team von Fuat Kilic ist im Nachholspiel der Fußball-Regionalliga (18.00 Uhr, Mondpalast-Arena in Wanne-Eickel) die Verhinderung weiteren Schadens oberste Prämisse. „Wir müssen in der Defensive zulegen“, sagt Alemannias Chefcoach, (Konter-)Gegentore dürften nicht mehr fallen so wie in den letzten Wochen. „Da sollten wir einfach nicht mehr überrascht werden.“

Kilic zollt dem Ergebnissport Fußball Tribut. „In unserer Situation gibt es nur eins: ein positives Ergebnis zu liefern. Wir müssen weniger Risiko gehen, auswärts auch mal mit einem Punkt zufrieden sein.“ Bevor die Mannschaft den Eindruck verstärkt, dass sie nur noch dem Saisonende entgegentaumelt, gibt ihr Anleiter die Parole „Sicherheit zuerst“ aus. Und muss einräumen, dass die Idee von „der Überraschung der Rückrunde“ doch etwas zu hoch gegriffen war. „In der einen oder anderen Situation habe ich die Konstellation unterschätzt.“ Und nach der Suspendierung u.a. von Peter Hackenberg „die Führungsqualitäten anderer Spieler überschätzt“.

Zur überschaubaren Zahl an Lichtblicken gehört Fabian Graudenz. „Auf mich hat sich der Trainerwechsel positiv ausgewirkt“, sagt der Top-Torschütze der vergangenen Saison. Graudenz kommt so langsam wieder ins Laufen, darüber freut sich auch der Nachfolger von Christian Benbennek. Doch rundum glücklich kann Graudenz darüber natürlich nicht sein. „Wir spielen in dieser Saison alle unter unserem Niveau. Das nagt an jedem, das beschäftigt jeden.“

Die Gefahr, bei nur noch sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz in einen Sog zu geraten, blendet Graudenz aus. „Ich habe nix anderes im Kopf als das nächste Spiel. Wir können nur arbeiten, arbeiten, arbeiten. Solche Situationen gibt es im Fußball – wir dürfen uns nur nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben.“ Die Mannschaft sei aber auch in der Bringschuld: „Wir müssen jetzt Erfolgserlebnisse liefern.“

Fabian Graudenz wird am Mittwoch (statt Maciej Zieba) in der offensiven Mittelfeldzentrale spielen. Für den verletzten Jerome Propheter kehrt der zuletzt gesperrte Dennis Dowidat auf die Sechser-Position zurück. Tobias Mohr rückt auf der linken Seite „eins vor“, David Vrzogic und Nils Winter streiten um den Außenverteidiger-Posten. Das könnte eine intensive Angelegenheit auch für den rechten Verteidiger Dominik Ernst werden, Trainer Kilic warnt jedenfalls vor Schalkes „überragend schnellen Flügelspielern“.

Mögliche Aufstellung: Kleinheider - Ernst, Rossmann, Löhden, Vrzogic (Winter) - Staffeldt, Dowidat - Rüter, Graudenz, Mohr - Engelbrecht

Schiedsrichter: Dustin Sikorski (Kamp-Lintfort)

Bilanz gegen Schalke II: 5 Spiele/1 Sieg, 4 Niederlagen (5:8 Tore)

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