Würselen/Rio de Janeiro - GoalControl wird auch bei WM 2014 eingesetzt

GoalControl wird auch bei WM 2014 eingesetzt

Von: rom
Letzte Aktualisierung:
5147855.jpg
Der Ball hat die Linie überquert, die Uhr des Schiedsrichters signalisiert „Goal“ nach 57 Spielminuten. Die Spieler auf der Linie in ihren schwarz-weißen Kluften gehören zur Standard-Versuchsanordnung, sie sollen das Messsystem zusätzlich „verwirren“. Foto: GoalControl

Würselen/Rio de Janeiro. Passiert ist – nichts. Und genau das hat den Weltfußballverband Fifa derart begeistert, dass er kurz nach der gelungenen Generalprobe beim Confederations Cup dem Würselener Unternehmen GoalControl direkt die Bereitstellung der Torlinientechnik für die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr übertragen hat.

„Wir wollten sehen, wie es funktioniert – und es hat gut funktioniert“, erklärte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke. „Und wenn etwas funktioniert, warum sollte man es dann ändern?“ Auch der englische Top-Schiedsrichter Howard Webb plädierte für die Nutzung der Torlinientechnik im kommenden Sommer in den zwölf WM-Stadien in Brasilien. „Das System von GoalControl ist zuverlässig. Wir Schiedsrichter haben großes Vertrauen. Uns wird die Entscheidung nicht abgenommen, aber wir bekommen Gewissheit.“

Gerade Webb, der zuletzt das Halbfinale des Confederations Cup zwischen Spanien und Italien gepfiffen hat, könnte ein Lied davon singen, wie schnell man als Schiedsrichter Opfer von Anfeindungen wird: Der frühere Polizist hatte bei der Euro 2008 nach seiner Elfmeterentschiedung gegen Polen sogar Morddrohungen erhalten.

Die 68 Treffer, die beim am Sonntag abgelaufenen Confederations Cup erzielt wurden, waren durchweg unstrittig, dennoch sei die Einführung der GoalControl-Technik ein voller Erfolg gewesen, so Valcke, der die Kosten von rund 2,1 Millionen Euro rechtfertige. Neben der akustischen und optischen Bestätigung auf den Uhren der Unparteiischen, dass ein Treffer gefallen ist, half die Torlinientechnik auch bei der „Ermittlung“ eines Torschützen: Das 1:0 für Italien im Spiel um Platz drei gegen Uruguay konnte erst nach Auswertung der Computeraufzeichnungen eindeutig Davide Astori zugeschrieben werden.

„Nicht jedes Turnier hat einen Zwischenfall, aber wir können zufrieden sein“, hatte Dirk Broichhausen, Geschäftsführer von GoalControl erklärt, noch bevor die endgültige Entscheidung der Fifa feststand. Mehr als zufrieden war der 46-Jährige, dessen Unternehmen zeitweise mit bis zu 80 Mitarbeitern von Ort in Brasilien vertreten war, auch mit dem Auftraggeber vom Weltfußballverband: „Egal, welche Fragen, welche Themen. Wir hatten ein vorbildliches Teamwork und effektive Entscheidungswege. GoalControl wurde als eingebundener, vollwertiger Partner angesehen. Das motiviert enorm und macht Freude.“

Diese Freude soll auch die Fifa im kommenden Jahr teilen, denn das System aus Würselen hat die Feuertaufe beim Confederations Cup zwar bestanden, das soll aber nicht bedeuten, dass für die WM im kommenden Jahr noch Verbesserungen entwickelt und eingefügt werden können. „Die Überlegungen sind in vollem Gange“, erklärt Broichhausen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert