Geglückte Revanche für Alexander Nordhoff beim BSR-Radsporttag

Von: Dirk Müller
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Die Elitefahrer starten beim BSR-Radsporttag in ihre erste Runde: Insgesamt 60 Runden mussten die Sportler am Sonntag absolvieren. Foto: Dirk Müller

Breinig. Es ist der reinste Husarenritt gewesen, mit dem Alexander Nordhoff (Team Kern-Haus) die Konkurrenz düpiert hat. Bei dem Hauptrennen des BSR-Radsporttags zog er in der 20. von 60 Runden mit unwiderstehlichem Tempo dem Feld davon.

Es folgte ein wahres Kabinettstückchen, denn Nordhoff fuhr nicht nur 40 Runden alleine im Wind und damit dem sicheren Sieg entgegen, sondern vergrößerte seinen Vorsprung auf die Verfolger stetig. Aus zunächst 20 Sekunden wurden bis zu fast eineinhalb Minuten in Runde 50, als ihm nur noch neun Sekunden fehlten, um das Hauptfeld zu Überrunden.

Mit dementsprechend großen Vorsprung überquerte Nordhof nach 72 Kilometern die Ziellinie der Rundstrecke in Breinig. Eine gute Minute später entschied Alexander Kuesters (Team Dauner D&DQ Akkon) den Sprint des Hauptfelds für sich, und für Dorian Lübbers (Heizomat) blieb der dritte Platz. Für Nordhoff kam der Sieg einer Revanche gleich, denn bei der 2016er Auflage des BSR-Radsporttags hatte er gemeinsam mit Nico Brenner (Rockpallast Marcello Racing Team) in Runde 32 einen Ausreißversuch gestartet. Beide wurden aber nach 22 Runden vom Feld geschluckt.

„Diesmal habe ich mich früher abgesetzt, und mein Tempo war wohl höher“, meinte Nordhoff und erklärte seinen vierten Sieg in dieser Saison so: „Ich bin halt ein Fahrer, der nichts anderes kann, als lange Zeit mit hohem Tempo zu fahren. Im Sprint wäre ich wahrscheinlich Letzter geworden.“ Keine Rolle im Hauptrennen spielten der amtierende Vizeweltmeister auf der Bahn (Scratch), Lucas Liß, und der Deutsche Bahnradsport-Meister und 2016er Junioren-Meister auf der Straße, Felix Groß. Doch die Rad-Net-Rose-Fahrer setzten in zwei besonderen Disziplinen Ausrufezeichen beim BSR-Radsporttag.

Groß gewann den „Rundenrekord“, ein Einzelzeitfahren über 500 Meter inklusive einer 180-Grad-Kurve, in 35,89 Sekunden vor Titelverteidiger Heiko Homrighausen (Zugvogel Aachen)und Marcel Rudkowski (Kom Sport Köln). Spektakulär war das Derny-Rennen auf der Straße, bei dem Liß glänzte und vor dem Lokalmatador Robert Retschke (Lotto – Kern-Haus) ins Ziel ging. An dritter Position: der Gewinner des Hauptrennens, Alexander Nordhoff.

Sehr international besetzt war das Rennen der Frauen mit Sportlerinnen unter anderem aus Neuseeland, Australien, Österreich, Belgien und den Niederlanden. Den Doppelsieg aber feierte die Frauen-Nationalmannschaft aus Kasachstan nach knapp 41 Kilometern. Nataliya Saifutdinova gewann vor Makhabbat Umutzhanova und der drittplatzierten Lydia Wegemund von RSV Gütersloh.

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