Geburtstagstrubel vermeiden: Frank Kemperman „auf der Flucht“

Von: pa
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Der Vorstandsvorsitzende hat Geburtstag – und feiert lieber nicht: Frank Kemperman.

Aachen. Er wird abtauchen an diesem Tag. Ein bisschen im Persischen Golf paddeln, dann am Strand von Dubai sich in ein Buch des amerikanischen Autors und Berufsclowns Willard Scott vertiefen. Man wird dem sonnenbadenden Frank Kemperman nicht ansehen, dass er auf der Flucht ist. Der Vorstandsvorsitzende des ALRV wird am Donnerstag 60 Jahre alt.

Gefeiert wird der Geburtstag allenfalls im allerkleinsten Familienkreis. „Ich brauche den Trubel nicht“, sagt der zweifache Familienvater. Und so hat er die Heimat verlassen. Ein paar wenige Tage will der Niederländer in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausspannen, wird sich von allen Pferden fernhalten und die Zügel schleifen lassen, „ehe es dann richtig losgeht“.

Natürlich laufen die Vorbereitungen für die Reit-Euromeisterschaft (11.-23. August) in Aachen schon seit vielen Monaten. Für den erfahrenen Turnierchef ist die Organisation auch solcher Championate längst Routine geworden. Aber die Vorfreude ist dennoch ein permanenter Begleiter. „Wir wollen immer etwas verbessern. Es wäre falsch, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen.“

Seit 1993 ist der 60-Jährige beim ALRV, zunächst als Geschäftsführer, seit 2009 auch als Vorstandsvorsitzender. Vorher war er Manager beim damaligen Fußball-Erstligisten MVV Maastricht, die große Liebe sind aber die Vierbeiner. Kemperman war Gestütsmanager auf Zangersheide in seinem Wohnort Lanaken, war der Direktor der Trabrennbahn Schaesberg, war Turnierchef in Modena, hat Weltreiterspiele oder Olympische Spiele organisiert.

Man könnte viele Zeilen mit seinen Ehrenämtern und Auszeichnungen füllen, aber so viel Aufhebens um seine Person wäre dem „Flüchtigen“ nicht so recht. Vielleicht hat er ja auch das Pferd erfunden, seine Stimme jedenfalls hat im internationalen Pferdesport Gewicht, inzwischen ist er Mitglied des „Executive Board“ des Weltverbandes FEI. Für seine Verdienste um den Pferdesport wurde er von Königin Beatrix 2007 zum Ritter von Oranien-Nassau ernannt.

Mit dem Alter habe er keine Probleme, sagt Kemperman, auch wenn das Ende der beruflichen Karriere fern am Horizont in Sicht ist. „Ich werde keine zehn Jahre mehr arbeiten. Es kommt die Zeit, dass jüngere Leute Verantwortung übernehmen.“ Zukunftsmusik. Denn längst gehört Kemperman zum ALRV wie die Printen zu Aachen.

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