Bonn - FVM-Finale: Wegberg-Beecks Traum vom DFB-Pokal ist geplatzt

FVM-Finale: Wegberg-Beecks Traum vom DFB-Pokal ist geplatzt

Von: Günter Kirschbaum
Letzte Aktualisierung:

Bonn. Auf den Rängen waren die Kräfteverhältnisse ausgeglichen. Rund 400 Sympathisanten des Außenseiters FC Wegberg-Beeck standen am Mittwochabend im Bonner Nordpark etwa ebenso viele Anhänger Viktoria Kölns gegenüber.

Auf dem Platz war die Rollenverteilung im Finale um den Mittelrheinpokal allerdings eine andere. Der Kölner Regionalligist gab den Ton an und feierte vor 1137 Zuschauern einen nie gefährdeten 2:1 (2:0)-Erfolg gegen den Tabellenzweiten der Mittelrheinliga. Der Anschlusstreffer der Beecker durch Sahin Dagistan (90.) zu spät, um der Partie noch eine Wende zu geben.

Für den FC Wegberg-Beeck blieb der Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals nur ein Traum. Das Finale begann für die Beecker mit einem Schock. Der Mittelrheinligist hatte sich noch nicht richtig sortiert, da lag die Kugel schon im Netz. Nach einer Ecke köpfte Fatih Candan zum 1:0 für die Viktoria ein. Den nächsten Gegentreffer verhinderte FCW-Keeper Stefan Zabel, der den in Abseitsposition angespielten Silvio Pagano allerdings noch stoppen konnte (8.).

Dann hatte das Team von Trainer Friedel Henßen den Respekt vor dem Gegner abgelegt. Die Beecker nahmen die Zweikämpfe im Mittelfeld an und sahen besser aus. Und als Kapitän Arian Berkigt nach zwölf Minuten von der Strafraumgrenze aus abzog, konnte ein Kölner das Spielgerät noch leicht abfälschen – der Ball flog um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Das war allerdings nur einen kurzes Intermezzo.

Der Favorit vom Rhein blieb gefährlich und ließ sich die Spielkontrolle nicht aus der Hand nehmen. Als die FC-Defensive Pagano wieder einmal gewähren ließ, musste Patrick Ajani den Ball von der Linie kratzen (18.). Zwei Minuten später war es aber so weit. Ein Freistoß von Timo Staffeldt aus dem Halbfeld landete auf dem Kopf von Candan.

Der trug sich zum zweiten Mal an diesem Abend in die Torschützenliste ein. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte die Viktoria die Beecker Probleme bei Standards schonungslos aufgedeckt. Hinzu kamen Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr. Es hatte sich für Trainer Claus-Dieter Wollitz gelohnt, den Gegner in den letzten Wochen insgesamt fünf Mal unter die Lupe genommen zu haben.

Die Kölner verpassten es in der ersten halbe Stunde teilweise leichtfertig, den Vorsprung weiter auszubauen. In dieser Phase waren die Beecker kaum mehr als ein Sparringspartner. Und Sturmspitze Sahin Dagistan hatte vor dem Seitenwechsel keine Handvoll offensive Ballkontakte. Es war ein zeitweise Klassenunterschied. Die gute Nachricht für die Gästefans zur Pause: Es stand nur 0:2.

In der zweiten Halbzeit lief es besser frü den Außenseiter. Die Beecker fanden langsam mehr Ruhe und Sicherheit am Ball. Da lief die Kugel plötzlich öfter mal über mehrere Stationen. Sie waren näher am Mann, ließen der Viktoria nicht mehr die großen Räume. Und in der 64. Minute hätte es für den FCW einen Elfmeter geben müssen.

Thomas Lambertz hatte zwei Kölner im Strafraum umkurvt und wurde dann von Claus Costa rustikal umgestoßen. Doch der Pfiff blieb aus. Vier Minuten später flog ein Distanzschuss von Dominik Bischoff knapp am Tor vorbei. Doch die beste Beecker Phase in dieser Partie brachte nichts auf die Ergebnistafel. Das änderte sich erst in der 90. Minute, als Dagistan einen scharf hereingegebenen Freistoß von Berkigt im Viktoria-Tor unterbrachte.

Zu mehr reichte es aber nicht. Die große Chance zum Anschlusstreffer machte nach einem Freistoß Markus Brzenska zunichte, als er die Kugel kurz vor der Linie wegschlug. Die Beecker demonstrierten im Nordpark Moral. Immerhin. Auch wenn es am Mittwoch nicht für die Viktoria reichte

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