Für die „Ladies“ und die Powervolleys beginnt die heiße Phase der Saison

Von: Franz Sistemich und Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
9649220.jpg
Er streckt sich wieder für die Dürener: Jaromir Zachrich (rechts) ist rechtzeitig zu den Play-offs wieder fit. Foto: Guido Jansen

Düren/Aachen. Für die besten Volleyballerinnen und Volleyballer des Landes beginnt die heiße Phase der Saison – die Play-off-Runden um die Meisterschaft. Die Dürener Männer starten am Samstag mit einem Heimspiel, die Aachenerinnen reisen nach Schwerin.

Diagonalangreifer Sebastian Gevert freut sich auf das erste von drei möglichen Play-off-Spielen: „Ich liebe es, gegen Teams und Trainer zu spielen, die viel Gas geben.“

Der Gegner des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys am Samstag ab 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren entspricht dem Anforderungsprofil des Deutsch-Chilenen: Der TV Rottenburg und sein Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger zählen zu den emotionalsten Akteuren der Liga – wenn sie es nicht gar sind. Der Coach des Teams aus Baden-Württemberg turnt wie ein Irrwisch an der Seitenlinie herum, seine Spieler leben diese Emotionalität auf dem Spielfeld.

Ihnen will Sebastian Gevert zeigen, dass Düren auch das dritte Aufeinandertreffen der Rheinländer und den Süddeutschen in dieser Saison mit einem Erfolg beendet: „Gerade solchen Mannschaften möchte ich zeigen, dass ich besser bin.“ Gevert spielt in der dritten Saison für die Powervolleys. In den beiden ersten Spielzeiten war in der ersten Play-off-Runde Schluss für das Team von der Rur. Jetzt gilt: Aller guten Dinge sind drei. „Wir haben die große Chance, in das Halbfinale einzuziehen. Wir wollen zeigen, dass wir zurecht die drittbeste Mannschaft sind.“

Drei Wochen allerdings sind die Gastgeber ohne Spielpraxis. Der Versuch, gegen Teams aus den Niederlanden und Belgien Freundschaftsspiele zu organisieren, scheiterte wegen der Erkrankung so manchen Akteurs. Positiv ist zu vermelden, dass Dürens Coach Michael Mücke Spielführer und Mittelblocker Jaromir Zachrich nach seiner langen Verletzungspause wieder zur Verfügung steht.

„Ladies in Black“ Aachen

Die Rollen sind klar verteilt, und so wirklich unwohl fühlt sich Marek Rojko, Trainer der „Ladies in Black“ Aachen bestimmt nicht, wenn ihm und seiner Mannschaft in diesem Stück, genannt Play-off-Viertelfinale, am Samstag (19 Uhr) die des Underdogs zugedacht ist. „Schwerin ist der eindeutige Favorit“, erklärt der 37-Jährige vor dem erneuten Aufeinandertreffen beim Deutschen Serienmeister den ersten Teil der Wahrheit. „Und wenn man von den Erwartungen her darauf fixiert ist, das Finale erreichen zu müssen, dann wiegt jeder eigene leichte Fehler gleich doppelt“, lautet der zweite.

Bereits im Vorjahr waren die „Ladies“ im Viertelfinale auf den SSC getroffen – und hatten das Team von Trainer Felix Koslowski völlig überraschend aus dem Titelrennen geworfen. Doch an dieser Stelle enden die Gemeinsamkeiten auch weitgehend. In der Vorsaison hatten die „Ladies“ als Hauptrunden-Dritte zweimal Heimrecht im Modus „best of three“, in diesem Jahr müssen die Aachenerinnen zweimal innerhalb von einer Woche die beschwerliche Reise antreten – sollten denn drei Partien notwendig werden. Zudem hatte Außenangreiferin Laura Weihenmaier im Vorjahr großen Anteil am Aachener Erfolg, doch seit Saisonbeginn schlägt die 23-Jährige für Schwerin auf.

Für Aachen könnte dagegen sprechen, dass die Schwerinerinnen aktuell den italienischen Tabellenführer Novara aus dem Challenge Cup geworfen und den Halbfinal-Einzug gefeiert haben. Während dort das mentale Umschalten auf den Liga-Alltag schwerfallen könnte, „sind meine Spielerinnen mental und körperlich voll auf die Play-offs fixiert“, erklärt Rojko.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert