Für das deutsche Team heißt es jetzt alles oder nichts

Von: André Schaefer
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Für Karl-Heinz-Geiger und sein Team geht es am Samstag ums Edelmetall. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. In der vergangenen Nacht dürfte Karl-Heinz-Geiger etwas unruhiger geschlafen haben als sonst. Der Trainer der deutschen Gespannfahrer ist aufgeregt. Und das gibt er auch zu. „Samstag“, so sagt er, „geht es um alles.“ Damit meint Geiger die entscheidende Geländeprüfung der Vierspänner, den Marathon am Samstag. Die Medaillen werden vergeben, und Deutschland möchte mit auf dem Treppchen stehen.

Bis dahin wird es allerdings noch ein harter Weg. Das liegt nicht zuletzt an den Resultaten des Hindernisfahrens am Freitag. Denn das deutsche Team bleibt auch nach der zweiten Disziplin mit 107,57 Punkten hinter Belgien (106,69), Ungarn (102,45) und Spitzenreiter Niederlande (81,18) auf Rang vier. „Wir müssen jetzt alles reinhauen“, weiß Geiger.

Trotz seiner Nervosität kann der Bundestrainer durchaus mit einer gehörigen Portion Zuversicht in die Geländeprüfung starten. Denn das, was seine Schützlinge da am Freitag anboten, war durchaus zufriedenstellend. Michael Brauchle zeigte sich von dem Trio in bester Form und bewältigte den 720 Meter langen Parcours mit seinen insgesamt 20 Hindernissen als Vierter (3 Strafpunkte/179,98 Sekunden). Georg von Stein (3,99/181,98) erreichte Rang sechs. Einzig der dritte im Bunde, Christoph Sandmann, erlebte nicht seinen besten Tag, der Mann aus Lähden blieb abgeschlagen auf dem 15. Platz. „Er war sehr enttäuscht“, sagte Geiger. „Aber wir müssen ihn jetzt aufbauen, wir müssen nach vorne schauen.“

Den Blick nach vorne gerichtet haben weiterhin die starken Niederländer. Und das liegt vor allem an dem überragenden IJsbrand Chardon. Der 54-Jährige bewältigte den Parcours hinter dem belgischen Sieger Felix Marie Brasseur und József Dobrovitz (Ungarn) zwar nur als Drittbester, bleibt in der Gesamtwertung allerdings auf Rang eins (38,23 Punkte). „Einfach fantastisch“, jubelte er, nachdem er den Parcours erfolgreich verlassen hatte. Der Niederländer und seine Teamkollegen sind dieses Jahr auf dem Weg zur Goldmedaille wohl kaum mehr zu stoppen.

Das weiß auch der deutsche Gespannfahrer Georg von Stein. „Aber jetzt“, so sagt er, „kommt unsere Prüfung, unsere Lieblingsdisziplin. Wir sind in keiner schlechten Ausgangslage.“ Fest steht vor dem Finale: Der Abstand zwischen Ungarn, Belgien und Deutschland im Kampf ums Edelmetall ist nach der Hindernisprüfung kleiner geworden. Für Spannung dürfte ab 12 Uhr im Gelände der Soers also gesorgt sein.

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