Florian Mayer tritt für TK Kurhaus Aachen an

Von: Roman Sobierajski
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Erfolgreicher Auftritt in Halle: Florian Mayer hat nach seiner hartnäckigen Verletzung den Weg zurück auf die Tour und in die Tennisbundesliga gemeistert. Foto: sport/Hasenkopf

Aachen. Zufrieden nimmt Florian Mayer im Klubhaus des TK Kurhaus Aachen die frisch bespannten Schläger und den Satz Trikots entgegen – und strahlt Zufriedenheit aus, endlich wieder zurück zu sein. „Ich spiele total gerne hier im Team“, meint der 31-Jährige vor dem zweiten Spieltag der Tennisbundesliga am heutigen Freitag in Krefeld, „auf der Tour ist man ja ein Einzelkämpfer.“

Der Bedarf, für sich allein zu kämpfen, dürfte in den zurückliegenden Monaten reichlich gedeckt worden sein, denn der frühere 18. der ATP-Weltrangliste fiel monatelang verletzt aus. Ein schmerzhaftes Ödem am Schambein, das konservativ ausheilen sollte, machte jegliche sportliche Betätigung zunächst völlig unmöglich und den folgenden Weg zurück in die Wettbewerbsfähigkeit auf Profi-Niveau zu einem langen Marsch. „Ich konnte irgendwann wieder radfahren und Joggen, später dann im Stand Bälle schlagen“, schildert Mayer die Zwischenschritte.

Erst Mitte April konnte der gebürtige Bayreuther aus Monte Carlo wieder den ersten Sieg nach einem Jahr Pause verkünden, es folgten Auftritte auf Rasen in Halle, wo im Viertelfinale gegen Roger Federer Schluss war, und kleinere Gastspiele per Wildcard. Zwar hat die ATP Mayer aufgrund seiner langwierigen Verletzung ein „protected ranking“ auf Platz 34 eingeräumt, das ihm innerhalb eines Jahres zwölf Mal die Chance gibt, an hochdotierten Turnier teilzunehmen, doch tatsächlich ist der Kurhaus-Spieler auf Position 270 abgerutscht. „Wenn es gut läuft und die Auslosung stimmt, will ich am Ende des Jahres wieder unter den Top 100 stehen.“

Wenn man allerdings auf die 32 zugeht, und die Zahl das eigene Alter und nicht die Stellung in der Weltrangliste wiedergibt, dann hat man das Ende der Karriere viel deutlicher vor Augen als den Anfang, der bei Mayer im 14. Jahr auf der Tour auch einige Zeit zurückliegt. „Ich mache mir noch keine Gedanken über die Zeit danach, ich will mich noch ein, zwei Jahre voll auf Tennis konzentrieren“, hat sich Mayer vorgenommen. „Man merkt, wie man zwei, drei Prozent abbaut, wenn man älter wird, die jungen Gegner werden immer fitter und sind hungrig.“

Für den TK Kurhaus ist die Rückkehr des Teamplayers jedenfalls ein Segen, denn durch seinen Ausfall und die gleichzeitiger Verletzung von Daniel Brands war in der Vorsaison eine schwer zu stopfende Lücke in den Kader gerissen, zumal dann auch im Kader weiter hinten platzierte Spieler aufrücken und gegen stärkere Gegner antreten mussten.

Der Auftakt gegen Grün-Weiß Mannheim ist jedenfalls gelungen, Florian Mayer kämpfte in einer Hitzeschlacht den starken Österreicher Gerald Melzer nieder und stellte so die Weichen auf Sieg. Weitere Erfolge in Krefeld und am Sonntag auf eigener Anlage gegen Gladbach sollen folgen, „und am Ende läuft es wohl wieder am vorletzten Spieltag auf das Kräftemessen um den Meistertitel mit Halle hinaus“, vermutet der Aachener Spieler – und vermittelt den Eindruck, dass er nach der langen Zwangspause nie raus war auf dem Geschehen.

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