Findet Alemannia einen Weg aus dem tiefen Tal?

Von: pa
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Findet Alemannia einen Weg aus dem tiefen Tal? Archivfoto: Andreas Steindl

Aachen. So viele Leute haben Alemannias Gremien in den letzten Wochen verlassen, dass aktuell niemand mehr zu finden ist, der die sportliche Entwicklung kompetent beurteilen kann. Das geschrumpfte Präsidium ist nicht zuständig. Der Aufsichtsrat ist formal im Insolvenzverfahren aus der Wertung genommen. Es bleibt: niemand – bis auf den Insolvenzverwalter.

Rolf-Dieter Mönning blickt zwar auch auf eine kurze Fußball-Karriere im letzten Jahrtausend in Aachen zurück, aber das Amtsgericht hat ihn dann doch eher zum Tivoli geschickt, um den maroden Verein finanziell zu sanieren. Und doch ist der Jurist derzeit außerhalb des eigenen Trainerstabs der einzige Ansprechpartner für Manager-Trainer Peter Schubert.

Die Männer tauschten sich auch am Samstagabend nach der sechsten Niederlage in Folge noch aus. Mönning will erklärtermaßen den Verein beruhigen. Und das setzt auch Rückhalt in windigen Zeiten voraus. Rückschläge für eine erneut komplett runderneuerte Mannschaft sind in etwa so überraschend wie Regenschauer über dem Tivoli. „Das kommt nicht unerwartet“, sagt Schubert, „aber man kann vorher nicht einschätzen, wie lange eine neue Mannschaft braucht, um sich aus dem Tal zu arbeiten.“

Das Team fährt am Dienstag zum SC Wiedenbrück, der mit zwei Spielen Rückstand das Tabellenende sieglos ziert. Die Ligapartien fielen aus, weil die Westfalen durchaus erfolgreich im DFB-Pokal unterwegs waren. „Die brennen auf ihren ersten Ligasieg“, sagt Schubert. Wie sich so ein Ligasieg anfühlt, haben beide Teams schon länger nicht mehr erfahren.

Die Psyche der Aachener ist angeschlagen, weil Aufwand und Ertrag in keinem guten Verhältnis stehen. Mit an Bord ist der letzte gute Eindruck vom Wochenende, als die Mannschaft sich nicht belohnte. „Wir fahren nach Wiedenbrück, um die letzte Partie zu bestätigen, dann haben wir gute Chancen zu punkten.“ Schubert wird auf den zuletzt erkrankten Yoshihara verzichten, Michael Lejan hat seine Fußprellung überwunden. Der Kader verändert sich nicht, Abel und Dowidat sind nur Touristen in Wiedenbrück.

Mögliche Aufstellung: Löhe – Ajani, Hackenberg, Opper, Stevens – Marquet, Drevina, Lejan, Strujic – Krasniqi, Moslehe

Schiedsrichter: Marc Frömel (Ibbenbüren)

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