FG-Tänzer kassieren den verdienten Lohn

Von: Helga Raue
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Freuen sich über den Lohn für ihre tolle Leistung: Die Tänzer der FG Aachen/Düsseldorf holen verdient alle Zweierwertungen. Foto: Jürgen Karl

Düren. Als sie das Parkett betreten haben, bebte die Halle. „Beifall ist der einzige Lohn, den die Tänzer bekommen. Füllt ihnen den Kühlschrank“, pflegt Oliver Seefeldt zu sagen – und die Zuschauer sorgten für ein prall gefülltes XXL-Format.

Die Formation der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß wurde von den gut 1200 Zuschauern in der Arena Kreis Düren – wie auch alle anderen Teams – gefeiert, und die Tänzer bedankten sich mit einem Finale auf WM-Niveau und ihrer besten Bundesliga-Leistung. Den Beifall toppten die Richter mit ihrer Wertung: Erstmals zogen alle sieben die Platzziffer 2 für das Seefeldt-Team, das damit klar Verfolger GGC Bremen B (sieben Mal 3) distanzierte. Es siegte erneut Weltmeister GGC Bremen A – erneut mit allen Einserwertungen.

„Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich mir die eine oder andere Eins gewünscht hätte“, strahlte Seefeldt. Nach einer soliden und guten Vorrunde ohne Fehler zeigte seine Formation im Finale eine glanzvolle, makellose Darbietung der schönen Choreographie „Showstars – Rise and Shine“. Nur das Roundabout, das aktuell keine Formation in der Welt schwieriger tanzt als die FG, war nicht ganz so perfekt wie bei der WM – dafür gelangen aber alle Pirouetten aufs Feinste!

„Das Team hat sich im Finale deutlich gesteigert. Wir haben einige Prozente mehr Impuls und Impact gegeben“, sah der FG-Cheftrainer die harte Arbeit der vergangenen Wochen belohnt, in denen vor allem an den Armbewegungen und den Schwierigkeiten gefeilt worden war. „Die Schärfe der Armbewegung war sehr gut, und die Schwierigkeiten haben wir super gemeistert“, gab es Lob für die Formation. Die zeigte sich deutlich verbessert gegenüber den ersten Bundesliga-Turnieren. „Vor allem im Finale war das Team sehr präsent, alle waren heute richtig gut drauf“, ergänzte Co-Trainer Rico Grein.

Vor allem begeisterte die Choreographie mit ihrer schmeichelnden Musik und den vielen Überraschungen, die Seefeldt kreiert hatte. „Bei dieser Choreo merkt man sehr stark an der Reaktion des Publikums, ob man es mitzieht“, weiß FG-Kapitän Torben Bölk. „Es war absolut wahnsinnig und unheimlich schön, wie die Zuschauer im Finale mitgegangen sind.“

Für den 33-Jährigen war das Heimturnier besonders emotional: der letzte Auftritt in Düren, denn nach dem letzten Turnier in Ludwigsburg wird der Kapitän, der das FG-Team seit 2011 anführt, die Tanzschuhe an den Nagel hängen. „Als wir zum Finale aufgelaufen sind, habe ich ganz kurz daran gedacht, aber den Gedanken sofort wieder verdrängt. Doch es war schon ein sehr emotionaler Abend und wunderschön, so gefeiert zu werden.“

Ihrer guten Leistung waren sich auch die Tänzer bewusst: „Das war mit Abstand unsere beste Leistung in der Liga, rundum gelungen. Wir hatten auf eine Eins gehofft, sind aber mit allen Zweierwertungen auch sehr zufrieden“, freute sich Stefan Korfmacher, und Nicole Rosendahl ergänzte: „Es war so eine tolle Stimmung im Team, das war total relaxt. Und der ganze Beifall – vor allem im Finale war das Gänsehaut pur.“ Freunde und Familie, alle waren gekommen, und Julia Franken war geradezu umringt: „Die ganze Verwandtschaft ist da“, freute sich die Aldenhovenerin bei ihrem Heimspiel. „Das ist ein unglaublich schönes Gefühl.“

Für die Tänzer war es ein langer Tag gewesen: Um 13 Uhr trafen sie in der Halle ein, mussten eine Stunde später zur Stellprobe aufs Parkett – und dann hieß es warten bis 19 Uhr. Bölk: „Vor dem Finale waren meine Beine richtig schwer, ich habe gedacht, ich schaff das nicht. Aber wenn man dann auf der Fläche steht, ist das vergessen. Das Publikum hat uns getragen.“

FG TSZ Aachen/Düsseldorf: Nicole Güttler/Torben Bölk, Madita Danek/Erik Soeterboek, Nicole Rosendahl/Stefan Korfmacher, Ines Behrendt/Julian Bruns, Jennifer Greve/Fabian Kelleners, Nina Johanning/Niklas Freche, Julia Franken/Felix Meurer, Sabine Held/Christian Marx

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