FG Aachen/Düsseldorf: Dem Weltmeister „einige Einsen klauen“

Von: Helga Raue
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Gut gelaunt in die Bundesliga: Die Lateinformation der FG Tanzsportzentrum Aachen/Düsseldorf, hier bei der WM in Wiener Neustadt, startet mit ihrer Choreographie „Showstars“ durch. Foto: Lászlò Szinek

Aachen. Eine Pause war den Tänzern nach der Weltmeisterschaft Mitte Dezember nicht vergönnt. Doch über die Feiertage und den Jahreswechsel zeigte sich Oliver Seefeldt ungewohnt großzügig.

„Der Bundesliga-Auftakt liegt ja in dieser Saison etwas später im Januar, so dass die Formation zwölf Tage trainingsfrei hatte“, sagt der Cheftrainer der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß schmunzelnd. Selbstredend, dass mit „Anpfiff“ des neuen Jahres das Training gleich wieder anzog. Denn am Samstag startet in Mülheim die Bundesliga der Lateinformationen in die neue Saison.

„Wir haben in Wiener Neustadt ein tolles Turnier getanzt. Ich war sehr zufrieden“, blickt Seefeldt auf die WM vor vier Wochen in Österreich zurück. Knapp verpasste der Europameister dort eine mögliche Bronzemedaille. „Mit elf Zugängen ist unser Team ja noch recht frisch zusammen, da wusste man im Vorfeld des Championats nicht, was passieren würde. Hinzu kommt zudem, dass man abwarten muss, wie das Konzept bei den internationalen Wertungsrichtern ankommt.“

Die Aachener Formation präsentierte ihre Choreographie „Showstars“, eine komplett überarbeitete und weiterentwickelte sowie teilweise auch musikalisch veränderte Version von „Showstars – Rise and Shine“. Die gefühlvolle Choreographie kam gut an. Die jungen Tänzer, die teilweise noch kein internationales Championat bestritten hatten, zeigten sich schon deutlich reifer als noch beim ersten Auftritt bei der Deutschen Meisterschaft in Bremen, als es Silber gegeben hatte.

Nun ist das Team wieder einen Monat weiter und hat hart gearbeitet. Zumal vor der Bundesliga wieder Umstellungen notwendig wurden. Fabian Kelleners, der bei der WM nur unter Schmerzen tanzte, kuriert seinen Mittelfußbruch aus dem Herbst nun in Ruhe aus. Voraussichtlich zum Heimturnier in Düren wird er sein Comeback geben. Für ihn kommt erstmals Max Kirschnik ins Team, der mit Sarah Nußbaum tanzt. Ins Team kehren auch Heiko Samlowski und Pia Pokorny zurück. Die Tänzerin hatte bei der WM aus gesundheitlichen Gründen passen müssen, und da das Umstellungen zur Folge hatte, war auch Samlowski raus. In den ersten drei Bundesliga-Turnieren wird der Aachener nun gemeinsam mit Sabine Held aufs Parkett gehen, Pia mit Sergej Miller.

Dafür rückt Ralph Schmidts, der bei seinem Team-Debüt auf der WM eine gute Figur machte, wieder auf die „Ersatzbank“, allerdings mit der Aussicht auf Einsätze bei den beiden letzten Turnieren. Auch das Schlussbild, in dem Kelleners und Tom Strauchen je eine Tänzerin tragen, musste durch Kelleners Ausfall umgestellt werden; Strauchen vertritt Kelleners, Mark Horvath Strauchen. „Das ist schon ein Stück Arbeit, bis das wieder alles funktioniert, jeder seine neue Position innehat“, erläutert Seefeldt, denn in der Formation geht es besonders um Synchronität.

Seefeldt und seine Co-Trainer Valentin Lusin und Torben Bölk haben das Team in der Vorbereitung vor unterschiedliche Aufgaben gestellt. Der „Chef“ feilte vor allem an der Bildtechnik, damit die Bilder noch sauberer auf dem Parkett getanzt werden, Valentin Lusin, selbst mit seiner Frau Renata ein international erfolgreicher Paartänzer, ist wie immer für die tänzerische Weiterentwicklung zuständig. „Und Torben ist für die Connections zuständig“, erläutert Seefeld. Welche Connections? „Damit meine ich das Zusammenspiel der Paare auf dem Parkett. Wenn wir das weiter verbessern, dann wird die gesamte Choreographie noch tänzerischer. Mit den Mädels war ich bei der WM nicht ganz zufrieden, das können wir noch besser.“

Als Favorit geht Titelverteidiger GGC Bremen A in die Saison. „Es wird natürlich schwer, in der Bundesliga an den Weltmeister heranzukommen, aber die eine oder andere Platzziffer 1 werden wir versuchen, den Bremern zu klauen“, stuft Seefeldt die Saison realistisch ein. Mit dem neu formierten Team war DM-Platz 2 hinter dem Favoriten ein großer Erfolg. Jetzt gilt es, den Abstand nach oben zu verringern, nach unten zu vergrößern – und Erfahrung zu sammeln.

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