FC Köln empfängt die Hertha: Zeit für einen Sieg

Von: luk
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Kränkelte unter der Woche: Kölns Jonas Hector. Foto: dpa

Köln. Peter Stöger ist ein Trainer, der ganz gerne Rede und Antwort steht, der Dinge bewertet und einordnet, und das hätte der Trainer des 1. FC Köln auch vor dem Fußball-Bundesligaspiel gegen Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr) machen können. Es ging in der Pressekonferenz vor diesem Duell ja gerade darum, warum sein FC seit fünf Wochen nicht mehr gewonnen hat.

Warum das Punktepolster auf die Verfolger im Kampf um die europäischen Plätze drastisch geschmolzen ist. Und warum es passieren könnte, dass aus der von vielen erhofften Traumsaison nur eine stinknormale ohne Abstiegssorgen werden könnte. „Ich könnte ein paar Gründe anführen“, sagte Stöger, „aber darauf habe ich keine Lust.“

Der Trainer meinte das gar nicht so drastisch wie es klingen mag, er war nicht böse; Stöger hatte etwas Anderes im Sinn: Wenn er groß über die Ursachen der Negativserie spreche, könne es den Anschein erwecken, als suche er nach Ausreden, erklärte er: „Und das machen wir nicht.“

Der FC durchlebt gerade eine Zeit, in der nicht alles rund läuft, das weiß Stöger, das weiß die Mannschaft, das wissen alle, die es mit den Kölnern halten. Das ist nichts Ungewöhnliches, jeder Verein hat im Laufe einer Saison so eine Phase, sogar der große FC Bayern. Die Stärke einer Mannschaft zeigt sich darin, wie schnell sie in der Lage ist, aus so einer Abwärtsspirale auszubrechen.

Das plant natürlich auch der FC, Stöger sagt: „Unser Ziel ist es, Dinge wieder besser zu machen, und das wollen wir gegen Hertha zeigen.“ Es wäre ein guter Zeitpunkt für einen Kölner Sieg, der FC spielt zu Hause, dazu gegen einen Konkurrenten aus demselben Tabellendrittel. „Eine einfache Aufgabe wird das aber sicher nicht“, sagt Stöger. Der Trainer schätzt die Berliner für ihre gute Organisation, für ihre Torgefahr bei Standards. „Und sie haben mit Vedad Ibisevic und Salomon Kalou zwei ganz außergewöhnliche Spieler.“

Ein kränkelnder Jonas Hector

Außergewöhnlich schwierig ist die Personallage beim FC. Frederik Sörensen ist nach seiner Muskelverletzung immerhin überraschend schnell wieder fit geworden, er könnte schon eine Alternative sein. Dafür fällt neben den Langzeitverletzten nun Konstantin Rausch mit einem Infekt aus; naheliegend wäre, dass Jonas Hector von der Sechs auf die linke Seite rückt, aber auch der Nationalspieler kränkelte unter der Woche, konnte nicht alle Einheiten mitmachen.

Ein Ausfall Hectors würde Stöger in Not bringen, weil mit Dominique Heintz der Innenverteidiger gelbgesperrt ist, der links aushelfen könnte. Stöger sagt dennoch: „Wir gehen mit einem guten Gefühl in das Spiel.“ Weil Ausreden nicht zählen.

Voraussichtliche Aufstellung: Horn – Sörensen, Su-botic, Maroh – Olkowski, Höger, Lehmann, Hector – Jojic – Osako, Modeste

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