Es geht ins Gelände: Letzte Teilprüfung für die Vielseitigkeitsreiter

Es geht ins Gelände: Letzte Teilprüfung für die Vielseitigkeitsreiter

Von: ust
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Schnell im Gelände: Josefa Sommer und Hamilton eröffnen am Samstag für das deutsche Team.

Kursdesigner Rüdiger Schwarz ist fast ein Zauberer, glaubt man Hans Melzer. „Er hat ein unglaublich feines Händchen, fair, aber anspruchsvoll zu bauen“, schildert der Bundestrainer der Vielseitigkeit, als er die Geländestrecke in Augenschein genommen hat.

Gezaubert hat Schwarz einen Kurs, der unheimlich zum Galoppieren einlädt, der aber wieder gespickt ist mit technischen Finessen und einem Überraschungseffekt.

„Die Anfangslinie ist jetzt eine Rechtsschleife, das war in den vergangenen Jahren immer anders“, berichtet Melzer. Das erste Wasser ist anders gestaltet, die Pferde müssen unter einer Brücke durch. Es folgen die Normandy Bank, zwei ganz schräge Hecken und das zweite Wasser, das ähnlich wie bei den Weltmeisterschaften mit zwei Häusern ausstaffiert wurde. Vor dem Stadion noch eine Kombination und eine letzte Bremse, bevor es über die Straße geht.

„Ich glaube, dass sowohl die Zeit, aber auch das genaue Reiten hier extrem wichtig werden“, blickt Melzer auf die letzte Teilprüfung der Vielseitigkeit um den DHL-Preis am Samstag (10.00 Uhr) voraus. Bei der Besichtigung hat er bemerkt, dass direkt am Rande der Strecke Kühe weiden, und erkundigt sich beim Turnierveranstalter, ob das so bleibt. „Es ist ja fast zum Lachen. Früher haben Pferde und Kühe zusammen auf der Wiese gestanden. Heute hat jedes zweite Pferd Angst vor Kühen.“

Melzer und seine Mitstreiter im deutschen Lager hat diesmal noch mehr Ehrgeiz gepackt als ohnehin üblich. Dass das deutsche Team im vergangenen Jahr ausnahmsweise nicht ganz oben auf dem Treppchen gestanden hat, soll nicht zur Gewohnheit werden. „Für das Team nominieren wir Reiter, von denen wir glauben, dass sie ihr Dressurergebnis nach Hause reiten.“ Das sind in diesem Jahr die „Bänke“ Ingrid Klimke mit Hale Bob, Michael Jung mit Sam und Sandra Auffarth mit Opgun Louvo, komplettiert durch die Amateurin Josefa Sommer mit Hamilton. Sie darf auch als Erste für das Team starten, eine Ehre.

„Sie hat einen tollen Lauf, die Dressur wird immer besser, die beiden sind schnell im Gelände“, belegt der Bundestrainer die Entscheidung für die 34-jährige Hessin. Zwar schätzt Melzer die Professionalisierung, die auch im Vielseitigkeitssport Einzug gehalten hat und es den Top-Sportlern ermöglicht, von ihrem Sport und den Pferden zu leben. Doch er freut sich auch für Josefa Sommer: „Ist doch schön, dass auch Amateure so weit oben mitreiten können.“

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