Wegberg - Eine komplizierte Saison für Aufsteiger FC Wegberg-Beeck

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Eine komplizierte Saison für Aufsteiger FC Wegberg-Beeck

Von: Günter Kirschbaum
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Die wohl entscheidende Frage: Wie lange braucht die Mannschaft von Friedel Henßen, um sich in der Regionalliga zu akklimatisieren? Foto: Günter Passage
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Einer, der Stabilität ins Beecker Mittelfeld bringen soll: Simon Küppers. Foto: Günter Passage

Wegberg. Der FC Wegberg-Beeck steht vor einer komplizierten Aufgabe. Die Feierlichkeiten nach dem Aufstieg in die Regionalliga West sind ausgeklungen. Jetzt muss sich der Klub in der vierthöchsten bundesdeutschen Spielklasse beweisen. Dabei lassen sich die Beecker nicht von der Auftaktpleite kopfscheu machen.

Das 0:5 bei der Premiere im Waldstadion gegen den Geheimfavoriten SV Rödinghausen war schnell verdaut und diente dem Trainerstab als Blaupause dafür, wie man sich gegen einen solchen Spielpartner nicht präsentieren darf: verspielt, naiv, fehlerbehaftet.

Ein Abenteuer

Eine Rolle, wie sie der FC Hennef in der letzten Saison gespielt hat, streben die Beecker definitiv nicht an. Zu sehr hat man sich bei den „Kleeblättern“ darauf gefreut, sich mit Mannschaften wie Alemannia Aachen, RW Essen oder auch Viktoria Köln im Ligaspielbetrieb zu messen. „Die Jungs wollten sich auf das Abenteuer einlassen, jetzt müssen sie zeigen, ob sie auch mithalten können“, sagt Friedel Henßen.

Henßen firmiert seit Saisonbeginn nicht mehr als Cheftrainer. Denn weil die Zulassungsbestimmungen zur Regionalliga einen Coach mit A-Lizenz fordern, vollzog man in Wegberg-Beeck eine Personalverschiebung. Friedel Henßen wurde zum Teamchef befördert, als Trainer fungiert nun Dirk Ruhrig, der bisherige Assistent.

Finanziell keine Risiken

Finanziell werden die Beecker keinerlei Risiken eingehen. Das hat Vereins-Boss Günter Stroinski schon klar gestellt, als man die Lizensierungsunterlagen für die Regionalliga einreichte. Im Feld der Profi- und Halbprofi-Teams bildet der FCW als reine Amateurmannschaft also die Ausnahme. „Alle unsere Spieler stehen im Beruf, sind in Ausbildung oder Studium“, sagt Friedel Henßen. Und die Zeiten, in denen man sich in Beeck als Fußballer eine goldene Nase verdienen konnte, sind schon Jahre passé. Transferpolitik wird hier nicht mehr mit dem berühmten Geldkoffer betrieben.

So haben Henßen und Ruhrig einen Kader zusammengestellt, der homogen und breit angelegt ist und nicht durch die Namen seiner Mitglieder glänzt. „Es geht bei uns nur über die mannschaftliche Geschlossenheit“, sagt der Team-Chef. „Und wir werden nur in den seltesten Fällen die Mannschaft sein, die das Spiel bestimmt.“ Denn den Fehler, den die Hennefer in der letzten Saison gemacht hatten, wollen die Beecker nicht wiederholen. „Wir haben nicht die Qualität, die Konkurrenz zu dominieren. Deshalb werden wir sicherlich defensiver spielen, als in der Mittelrheinliga“, verrät Henßen. So, davon ist man im Waldstadion überzeugt, habe man durchaus eine Chance, die Klasse zu halten – was als einer der größten Erfolge in die Vereinsgeschichte eingehen würde.

Der Herr der Satzungen und Organisation beim FC Wegberg-Beeck ist Thomas Klingen, der Geschäftsstellenleiter. Klingen musste seit Anfang Juni, als der Aufstieg feststand, Schwerstarbeit leisten. Die Vorbereitungen auf die Viertliga-Saison stellten eine große Herausforderung dar. Klingen meisterte sie, und beim Auftaktspiel lief es organisatorisch rund im Waldstadion. In diesem Bereich stellte der Neuling seine Liga-Tauglichkeit nachhaltig unter Beweis.

Sportlich müssen Henßen und Ruhrig allerdings noch nachjustieren. Es sind möglicherweise nur Details, die zu ändern sind, um eine bessere Figur abzugeben, als bei der Rödinghausen-„Packung“. Details wie die Kommunikation auf dem Platz, die bessere Koordinierung der Laufwege und die Minimierung der Fehlerquote. Dass die Mannschaft die Qualität hat, davon ist Henßen überzeugt. Nun müssen seine Spieler ihre Fähigkeiten nur noch auf den Platz bringen.

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