Eine furchtlose „Wundertüte“ namens Blau-Weiß Aachen

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:
7662486.jpg
Keine Angst vor der Erstklassigkeit: Marie Benoit (von oben), Lea Gasparovic sowie das Trainer-Duo Thilo und Steffi Fritschi. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es ist trefflich beschrieben, wenn Team-Kapitän Marc Zander in einem Wort zusammenfasst, was die letzten Tennis-Saison der Mädels von Blau-Weiß Aachen ausgelöst hat: „Begeisterung!“ Sportlich endete die Spielzeit mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga. Die beginnt am Freitag auf der schmucken Anlage am Luxemburger Ring 62 mit der Begegnung gegen Vizemeister Ratingen.

Das Trainer-Duo Steffi und Thilo Fritschi freut sich mächtig auf diese Spielzeit in der deutschen Eliteklasse, in der für Ratingen zum Beispiel Carla Suaréz Navarro (Spanien/Weltranglisten-16.), Kaia Kanepi (Estland/23.) und Andrea Petkovic (Darmstadt/28.) unterwegs sind. Steffi Fritschi sagt: „Wir wollen diese Begeisterung mitnehmen in die Bundesliga. Unsere Zuschauer sollen sehen, dass jede Spielerin um jeden Ball fightet.“ Thilo Fritschi stimmt zu: „Man wird es garantiert nicht sehen, dass eines der Mädels in unserem Team ein Spiel einfach so weggibt.“

Und wenn die 16-jährige Lea Gasparovic oder die 19-jährige Marie Benoit unisono ihre Furchtlosigkeit formulieren („Wir werden unsere Spiele spielen, unabhängig von den Gegnerinnen“), dann hört man heraus, dass eine schöne kurze Zeit mit Blau-Weiß Aachen bevorsteht. Kurz deshalb, weil die Saison am 8. Juni nach sechs Spieltagen schon wieder vorbei ist. „Das wär‘s natürlich, wenn wir den Klassenerhalt schaffen würden“, sagt Steffi Fritschi. Das ist ein gern verwirklichter Traum, der aber keine Pflicht ist. „Was soll‘s, wenn es nicht funktioniert. Dann steigen wir als ohnehin Außenseiter wieder in die 2. Bundesliga ab.“

Diese Aussage soll den durchaus vorhandenen Druck nicht aus der Mannschaft nehmen, die auch lernen soll, sich in der obersten Klasse als Team durchzusetzen. Besonders attraktiv ist, dass zwei der drei Heimspiele gegen den Deutschen Meister Bocholt (Sonntag, 1. Juni) und Freitag (13.00 Uhr) gegen den Vizemeister aus Ratingen auf dem Kalender stehen. Am kommenden Sonntag bereits steht das Heimspiel gegen Berlin an (10.30 Uhr ).

Für die Fans auf der rund 700 Zuschauer fassenden Anlage, so hofft Thilo Fritschi, „wäre es gegen Ratingen natürlich schön, wenn die Begegnung nach den Einzeln noch nicht entschieden wäre und noch die Doppel kämen.“ Ein Vorteil kann da die relativ kleine Klubanlage sein. Steffi Fritschi weiß: „Da kann es laut werden.“ Marc Zander setzt noch einen drauf: „Ein Hexenkessel kann es werden.“ Er hat gehört, was die Konkurrenz über Aachen denkt: „Wir werden als Wundertüte gesehen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert