Ein Weltstar für Dürens Volleyballer?

Von: Guido Jansen
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Bald im Dürener Trikot? Stefan Hübner. Foto: imago/Camera4

Köln. Stefan Hübner war und ist der erste echte Weltstar, den die deutschen Hallen-Volleyballer hervorgebracht haben. Er war viele Jahre lang die Galionsfigur der Nationalmannschaft, bis zu seinem Rücktritt nach den Olympischen Spielen 2008.

Der 34-Jährige gilt heute noch als einer der besten Blockspieler überhaupt. Vor wenigen Wochen hat der gebürtige Bielefelder, der in Hamburg das Volleyballspielen gelernt hat, mit dem italienischen Klub Perugia den Europapokal gewonnen und wurde - natürlich - zum besten Blocker des Wettbewerbs gewählt.

Jetzt macht Stefan Hübner die Bundesliga nervös. „Hübi” will zurück in die Heimat und sucht einen Verein. Evivo Düren ist einer der heißen Kandidaten. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, zu einem der Spitzenklubs zu gehen”, sagt der 34-Jährige. „Ein, zwei oder drei Jährchen traue ich mir nämlich noch zu.” Damit wäre der Mann, der zehn Jahre lang im Volleyball-Paradies Italien zu den angesehensten Profis gehört hat, seit langer Zeit der erste Weltstar, der in der Bundesliga anheuert. Andere, wie Jochen Schöps, sind aus Deutschland weggegangen, um den Sprung in die Weltspitze zu schaffen. Auch damit war Hübner vor zehn Jahren Vorreiter.

Den Suchbegriff Spitzenklub hat der Rotschopf von Anfang an eingeschränkt. „Ich suche einen Verein mit Perspektive für die Zeit danach.” Und damit scheidet der VfB Friedrichshafen, Deutschlands einzig international erfolgreicher Verein, aus. Denn am Bodensee gibt es die von Erfolgstrainer-Trainer Stelian Moculescu installierten festen Strukturen. „Ich will helfen, etwas aufzubauen”, sagt der Zwei-Meter-Mann. Das ist der Grund, warum Hübner zurück in die Heimat will.

Nicht nur Mittelblocker

Er sucht nicht nur einen Posten als Mittelblocker. Den könnte er in der kommenden Saison in Italien für deutlich mehr Geld, aber ohne Perspektive für das Leben nach dem Spielfeld, auch haben. Hübner will mitgestalten, im Management und Marketing. Und deswegen kommen für ihn die Klubs, die derzeit noch im großen Schatten des VfB spielen, in Frage. Der SCC Berlin, Generali Haching oder Evivo Düren - so lauten die Adressen, die sich der Blocker vorstellen kann.

Mit Düren hat der 34-Jährige schon gesprochen. „Wir haben da sehr ähnliche Vorstellungen”, berichtet der Mann, der nach dem Saisonende in Italien nach Köln gezogen ist, vom ersten Treffen. Düren würde den Weltstar liebend gerne verpflichten, falls das Geld reicht. Nicht nur wegen Hübners starkem Spiel. Evivo erhofft sich von der möglichen Zusammenarbeit die viel zitierte Signalwirkung. Denn Hübner ist auch abseits des Spielfelds jemand. „Er hat sehr viele Kontakte und kann sich und seine Sache unwahrscheinlich gut verkaufen”, weiß Evivo-Geschäftsführer Rüdiger Hein.

Der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft würde nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Team dahinter verstärken. Er würde eine Doppelrolle spielen - wie Moculescu am Bodensee. Hübner wäre zwar nicht Trainer und Chef in Personalunion, aber Mittelblocker und Macher.
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