Ein „Schweine-Sieg“ und ein spektakulärer Höhepunkt

Von: sch
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Mit seinem Tor sorgte Marco Neppe für den schmeichelhaften Sieg der Alemannia.

Aachen. Marcus Hoffmann musste erst mal überlegen nach der Frage, wie denn so eine erste Halbzeit zu erklären sei. Alemannia Aachens Innenverteidiger tat sich schwer mit der Antwort, handfeste und nachvollziehbare Gründe fand auch er nicht, und so brachte Hoffmann das glückliche 1:0 gegen den KFC Uerdingen auf eine einfache Formel.

„Vielleicht war es ausgleichende Gerechtigkeit für unsere letzte Heimniederlage gegen Düsseldorf“, als auch niemand das Ergebnis erklären konnte. „Ein Schweine-Sieg.“

Trainer Peter Schubert konnte das „nur unterstreichen“, nachdem der Kollege Murat Salar festgehalten hatte: „Alemannia hat nicht verdient gewonnen.“ Aachen ließ Uerdingen spielen, „wir sind stehen geblieben, haben nicht nachgesetzt“. Immerhin gab es diesen einen Höhepunkt, der alleine es auch für Schubert wert gewesen war, „heute im Stadion zu sein“: das spektakuläre Tor von Marco Neppe, der zuletzt am 24. April 2011 für die zweite Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden in der Regionalliga Süd (beim 1:1 gegen 1860 München II) getroffen hatte.

Im Training, so wurde berichtet, soll Neppe vergangene Woche zwei, drei Mal auf ähnliche Weise vollstreckt haben. „Ich bin natürlich glücklich, dass ich den Ball so getroffen habe.“ Vor den Augen ehemaliger Alemannen aus erfolgreicheren Zeiten (Henri Heeren, Eric van der Luer, Moses Sichone) holte sich der zur Halbzeit ausgewechselte Dennis Dowidat seine fünfte Gelbe Karte ab und ist am Samstag beim Schlusslicht SSVg Velbert gesperrt. Drei Spieltage vor Saisonende liegt Aachen nur noch zwei Punkte hinter Tabellenplatz 8. Der würde sich gut machen für einen Klub, der vor kurzem noch den Zusatz „insolvent“ trug.

Hinter den Kulissen arbeiten Peter Schubert und sein Assistent Reiner Plaßhenrich an einem Kader, der erkennbar in der Lage sein soll, höheren Ambitionen gerecht zu werden. „Spruchreif ist noch nichts“, sagt der Cheftrainer. Immerhin gibt es inzwischen eine Ansage von Vereinsseite, in welchem finanziellen Rahmen sich die sportlich Verantwortlichen bewegen dürfen.

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