Dressur- und Springtage: Charline Wetzler mit deutlichem Erfolg

Von: mm
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Bei den Dressur- und Springtagen des Heinsberger Reit- und Fahrvereins waren zahlreiche Starter aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus in vielen verschiedenen Prüfungen am Start. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Heinsberg. Drei Tage lang zog die Reitsportanlage Laprell vor den Toren Heinsbergs die Dressur- und Springsportfans aus der Region magisch an. Der Reit- und Fahrverein Heinsberg hatte das Turnier wieder akribisch vorbereitet, so dass sowohl die Teilnehmer als auch die zahlreichen Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Wetterkapriolen vermiesten nur am Samstag kurzzeitig das reine Vergnügen.

Ein kräftiger Regenschauer erwischte die S-Dressurreiter in der Vorbereitung, und der starke Wind ließ Turnierleiter Sascha Schlede um die Aufbauten wie Zelte und Buden bangen.

„Zum Glück ist alles gut gegangen“, konnte er am späten Nachmittag aufatmen. Das „Heinsberger Wagnis“ jedenfalls, ein extra zum Turnier kreiertes erfrischendes Getränk mit Sekt und Erdbeeren, konnte man dann auch am letzten Turniertag noch im unversehrten Pavillon genießen.

Hauptattraktion im Dressurviereck war die Intermediaire-Kür. In einer hochkarätig besetzten S-Dressur Prix St. Georges hatten sich zuvor acht Paare mit Ergebnissen über 60 Prozentpunkten qualifiziert. Annabel Frenzen, die starke Krefelder Kaderreiterin, dominierte die Qualifikationsprüfung auf Gershwin mit 66,49 Prozent.

Charline Wetzler auf Sirius Black war mit 64,04 Punkten hier schon beste Reiterin aus dem Kreis Heinsberg. Der bewegungsstarke Hannoveraner, dessen Vater der bedeutende Zuchthengst Weltmeyer ist, ist erst acht Jahre alt, aber schon sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr wurde Charline Wetzler mit ihm Rheinische Juniorenmeisterin.

Die Kür hatte Charline Wetzler so geschickt zusammengestellt und sauber ausgeritten, dass ihr der deutliche Sieg mit 71,83 Prozent nicht zu nehmen war. Zweite wurde Anke Unger (Heidgesberg-Mönchengladbach) auf Zapatero, Dritte Jennifer Wirtz (Würselen) auf Perry Dream. Anna von Negri (Ratheim), in der Qualifikation Vierte, landete mit 67,67 Prozent auf Rang sechs. Vor ihr platzierte sich mit einem erstaunlich sicheren Vortrag Lucia van Husen (RV Blücher Sevelen), die mit dem Haflinger Lutz bereits in der S-Dressur mit einer starken Leistung Rang zehn erreichte. In der Großpferdekonkurrenz sorgt Lutz immer wieder für Aufsehen. Auch die Heinsberger Zuschauer waren begeistert von dem hübschen und hervorragend präsentierten blonden Pferdchen.

Dass Springreiter sich selbst auf den Arm nehmen können, bewies das Mannschaftsspringen. Auch wenn meist der ernsthafte Wettkampf den Parcours dominierte: Als „die Vollpfosten“ gegen die Reiterinnen von „Mit uns gibt’s nur Palaver“ und sogar gegen „Biohühner“ in der Klasse E/A antraten, amüsierte sich das Publikum sehr.

Zum Turnierabschluss ging es nochmals um Mannschaftsehren, diesmal in der Klasse A. Der „Stall Schreinemacher“ aus Ratheim (Chiara und Luca Borcherding, Vanessa Bickhoff und Melanie Stapelberg) siegte vor dem Team „Wir brauchen keinen Namen“, in dem sich drei Heinsberger (Hendrik und Anna Quadflieg sowie Matthias Schiffers und der für Laurensberg startende Georg Quadflieg zusammengetan hatten. Dritte wurden „The jumpers“ der RFG Vinn: Anika Esser, Michelle Jütten, Dennis Wepner und Luca Nina Engel.

Zuvor hatte es ganz großen Sport gegeben: Im mit 29 Paaren stark und prominent besetzten Zwei-Sterne-S-Springen mit Siegerrunde waren Klasse-Reiter wie Frederik Knorren, Tim Stormanns, Christof Kauert und Sabrina Busch am Start. Im Stechen blieben nur drei Paare fehlerfrei. Es siegte Helmut Kuck (Laurensberg) auf Cara-Mia vor Susanne Steiger (Würselen) auf Filippa. Sabrina Busch kam auf Ruben gut zwei Sekunden langsamer ins Ziel. Ihr schärfster Konkurrent Christof Kauert setzte zu sehr auf Zeit. Er war zwar auf Orplid mit 33,99 Sekunden der Schnellste, leistete sich aber einen Abwurf.

Dass auch Nachwuchsreiter und -pferde das Turnier gut annahmen, freute die Organisatoren um Sasche Schlede sehr. Auch hier konnte man namhaften Reitern zusehen. Jana Freund etwa, die seit Jahren die Bundeschampionate beherrscht, zeigte junge Dressurpferde. Sie stellte vom erst dreijährigen Dorian Grey aus der Zucht Wilbers bis zu vielversprechenden fünf- und sechsjährigen Talenten Nachwuchshoffnungen vor und trug sich mehrfach in die Siegerliste ein.

Auch für die Zweibeiner wurden Talentsichtungsprüfungen geboten. Ein E-Springen mit Stechen lockte mehr als 40 Starter nach Heinsberg. Hier siegte die Ratheimerin Alica Feiter auf Mr. Moss vor Carolin Lüttgens (Vinn) auf Golden Direct und Saskia Opwis (Ratheim) auf Legolas. Opwis sicherte sich im E-Stilspringen den zweiten Rang hinter Jacqueline Mrozek auf Joliette du Marais. Carlin Lüttgens wurde Dritte.

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