Dresdener zeigen den „Ladies“ die Grenzen auf

Von: Roman Sobierajski
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Der Dresdner SC macht in der Volleyball-Bundesliga kurzen Prozess mit den Aachenerinnen. Im Bild die beste Spielerin, Dominika Valachova (Libera). Foto: Wolfgang Birkenstock

Dresden. Eigentlich hätten die Fahrer der „Ladies in Black“ Aachen den Bus vor der Margon-Arena in Dresden auch mit laufendem Motor stehen lassen können. Nur 67 Minuten benötigte der Vizemeister Dresdner SC, um einem der beiden Überraschungsteams der Saison seine Grenzen aufzuzeigen.

„Sie haben uns gezeigt, wo wir stehen“, zog Trainer Marek Rojko dennoch etwas Positives aus der 0:3-Niederlage (13:25, 19:25, 15:25) vor 2880 Zuschauern. „Wir sind wieder ein Stück weiter.“

Tatsächlich war schon in dem Moment, in dem die Dresdnerinnen zum Aufwärmen die Halle betraten, klar, dass das Team von Trainer Alex Waibl keineswegs gewillt war, die Gäste aus Aachen auf die leichte Schulter zu nehmen, während sich bei den im Auswärtsdress antretenden „Ladies in White“angesichts der Größe der anstehenden Aufgabe der gewohnte Kampfgeist und das Selbstbewusstsein nicht einstellen wollten.

„Wir hatten keinen Spirit im Team, keine Emotionen. Wenn man in die Gesichter geblickt hat, war klar, dass das nicht unser Tag werden würde“, muss Rojko vor der nächsten großen Aufgabe – dem Heimspiel gegen Vilsbiburg am Samstag – wieder Basisarbeit leisten.

Auch Aachens Trainer hatte seine Eingriffsmöglichkeiten schnell verbraucht, schickte mit Ausnahme der zweiten Libera Julia van den Berghen den kompletten Kader aufs Feld. „Ich habe versucht, Spielerinnen mit Selbstbewusstsein auf den Platz zu bringen“, begründet Marek Rojko den radikalen Schritt.

Dass Diagonalangreiferin Jordanne Scott und Zuspielerin Femke Stoltenborg im dritten Satz überhaupt keine Einsatzzeiten mehr bekamen („Ihr Zusammenspiel hat mir überhaupt nicht gefallen“), ist ein Zeichen dafür, dass sich der Ersatz bewährte, auf der anderen Seite aber auch dafür, dass die beiden für das Aachener Spiel so wichtigen Spielerinnen an einem Tag, an dem überhaupt nichts lief, nicht „verbrannt“ werden sollten.

Exemplarisch für die Kräfteverteilung können die drei Satzbälle angeführt werden, die den Dresdnerinnen den klaren Sieg brachten: Im ersten Durchgang schlug Jordanne Scott an einem Angriffsball vorbei, die Sätze zwei und drei beendeten Aufschläge ins Netz von Yvon Beliën und Karolina Bednarova. Wobei die insgesamt hohe Fehlerquote und die Harmlosigkeit der Aachener Aufschläge ohnehin nicht geeignet war, die Dresdner Spielerinnen in Verlegenheit zu bringen.

„Ich hoffe, diese Partie ist schnell abgehakt“, befürchtet Kapitänin Karolina Bednarova keine bleibenden Schäden nach der Lehrstunde. „Am Samstag kommt mit Vilsbiburg zwar wieder eine sehr starke Mannschaft, aber zuhause treten wir ganz anders auf.“

Aachen: Bednarova (Stankova), Crkonova, Stoltenborg (Ponte), Weihenmaier, Belien, Scott , Valachova (Rejzovic)

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