Aachen - Domspringen: Eine Leistungsdichte, „wie es sie lange nicht gegeben hat“

Domspringen: Eine Leistungsdichte, „wie es sie lange nicht gegeben hat“

Von: Lukas Weinberger
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Hoch hinaus? Raphael Holzdeppe könnte auf dem Katschhof springen. Foto: sport/Hilse

Aachen. Michael Leers hat da diesen Traum, und es ist wirklich nicht so, als würde er sich nicht größte Mühe geben, dass sich dieser auch erfüllt. Irgendwann, das hofft er, soll mal ein Springer aus der Region beim Net­Aachen-Domspringen dabei sein.

Leers ist Organisator für Mit-Ausrichter Alemannia Aachen, seit der ersten Auflage macht er das; und jetzt, rund einen Monat vor dem elften Domspringen am 9. September, muss er sagen: „Ein Springer aus Aachen und Umgebung ist leider nicht dabei.“ Und dann lacht er.

Dass das mit seinem Traum (noch) nicht geklappt hat, ist kein großes Problem. Die Stabartisten aus der Region lägen „irgendwo zwischen 2,70 und 3,50 Meter“, sagt Leers, und das genüge eben nicht für das prestigeträchtige Stabhochsprung-Spektakel auf dem Katschhof. Dass es noch kein Springer aus der Region ins Teilnehmerfeld geschafft hat, ist ja in gewisser Weise auch ein Qualitätsmerkmal für das Domspringen. „Wir werden eine Leistungsdichte haben, wie es sie lange nicht gegeben hat.“

Leers kann das so sagen, das Teilnehmerfeld ist zwar noch unvollständig, aber es ist schon jetzt extrem hochkarätig. Zwölf Athleten sollen beim Domspringen starten, sieben haben bisher zugesagt, und vier von ihnen sind mindestens über 5,80 Meter gesprungen. Dass die Organisatoren mit der Planung schon so weit sind, habe viel mit der anstehenden Weltmeisterschaft der Leichtathleten in Peking (22. bis 30. August) zu tun, sagt Leers. „Wir sind froh, dass wir die Teilnahme von einigen Springern noch vor der WM fix machen konnten.“

Shawn Barber, 21, ist so ein Beispiel. Der Kanadier ist in diesem Jahr schon über 5,93 Meter gesprungen, er zählt damit für Leers zu den Medaillenkandidaten für Peking – und damit auch zu den Favoriten beim Domspringen. Dazu zählt der Organisator auch den US-Amerikaner Sam Kendricks, 22, und Michael Balner, 32, aus Tschechien; sie sind in dieser Freiluftsaison schon 5,82 Meter gesprungen.

Ein Kandidat für den Triumph auf dem Katschhof wäre auch Raphael Holzdeppe, der Weltmeister hat seine Bestleistung bei den Deutschen Meisterschaften Ende Juli auf 5,94 Meter gesteigert. Ob er dieses Jahr in Aachen starten wird, ist aber noch nicht klar. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagt Leers. Eine Entscheidung soll nach der WM fallen. Es stehen auch noch ein paar internationale Athleten im Fokus der Organisatoren; Vorjahressieger Mark Hollis gehört jedoch nicht dazu.

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