Aachen - Dirk Bartholomy ist die Aachener Stimme bei der WM

Dirk Bartholomy ist die Aachener Stimme bei der WM

Von: Wolfgang Birkenstock
Letzte Aktualisierung:
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Die WM-Stimme: Dirk Bartholomy kommentiert im Stadion. Foto: Birkenstock

Aachen. „Respekt ist schon da”, räumt Dirk Bartholomy ein. Aber Nervosität? Nein! Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin ist der Aachener einer der beiden deutschen Stadionsprecher. Das Olympiastadion kennt er gut, auch voll besetzt, zuletzt hat er dreimal als Sprecher beim Istaf fungiert. „Das war ein guter Test.”

Es ist Bartholomys erste WM als Stadionsprecher. 2002 war er in dieser Funktion schon bei den verregneten, aber dennoch stimmungsvollen Europameisterschaften in München dabei, 2006 bis 2008 kommentierte er das World Athletic Final in Stuttgart. Seit vielen Jahren „spricht” er die Deutschen Meisterschaften. In Aachen kennt man Bartholomys Stimme vom Domspringen auf dem Katschhof, das er mit Tivoli-Sprecher Robert Moonen moderiert und zu dem er den Leichtathletik-Sachverstand beisteuert.

Die Vorbereitung auf das sportliche Top-Ereignis dieses Jahres sieht Bartholomy „eher entspannt. Ist ja nicht mehr zu tun als vor einem normalen Meeting. Das ist deutlich weniger Aufwand als zum Beispiel für eine Deutsche Jugendmeisterschaft.” Bei einer WM kenne man die Athleten, gebe es, zumindest aus Sprechersicht, keine Überraschungen.

Natürlich wird Bartholomy seine Athleten-Datenbank aktualisieren, Bestleistungen und Titel auf den neuesten Stand bringen. Dennoch: „So eine WM ist in vielen Sachen ein Selbstläufer. Dazu gibt es eine große technische Unterstützung. Wenn einer eine persönliche Bestleistung läuft, erscheint das sofort auf dem Monitor.”

Insgesamt sechs Sprecher werden im weiten Rund des Olympiastadions zu hören sein. Dirk Bartholomy und Florian Weber (München) decken den deutschen Part ab. Dazu kommen zwei französisch und zwei englisch sprechende Kollegen, letztere sind von der IAAF, dem Leichtathletik-Weltverband.

„Die englischen Sprecher haben das Sagen”, berichtet Bartholomy von der Hierarchie am Mikrofon. Das Vorhaben, bei der „Event Presentation” in Berlin einiges Neue auszuprobieren, lasse sich daher kaum beim „klassischen Sprechen” umsetzen. „Das wird so gemacht, wie es halt traditionell gemacht wird. Wegen der drei Sprachen haben wir wenig Flexibilität.”

„Die WM ist neun Tage lang, da muss man auf die Stimme aufpassen”, sagt Bartholomy, der Vorsitzender des Leichtathletik-Kreises Aachen und Sprecher-Obmann des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein ist. Er möchte ja schließlich bei den Heim-Titelkämpfen nicht durch einen Sprecher aus der Reserve-Crew ersetzt werden.
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