Die Tanz-Sensation von Litauen

Von: rau
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Da kommt Freude auf: Die Tänz
Da kommt Freude auf: Die Tänzer aus Aachen und Düsseldorf um Cheftrainer Oliver Seefeldt (rechts) freuen sich über WM-Bronze. Foto: Volker Hey

Vilnius/Aachen. Als die Wertungstafeln hochgingen, waren die Kopfrechner gefragt. Denn auf den ersten Blick war das Ergebnis der Wertungsrichter nicht ganz eindeutig: 4-3-2-4-3-4-3 stand auf den Täfelchen. Keine eindeutige Wertung, da es keine Majorität der Plätze gab, doch es reichte zu Platz 3.

Damit war die Sensation perfekt: Die Lateinformation der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß gewann bei der Weltmeisterschaft im litauischen Vilnius die Bronzemedaille - hinter dem neuen litauischen Weltmeister Zuvedra Klaipeda und dem russischen Europameister Vera Tyumen, aber vor dem zweiten deutschen Team Grün-Gold-Club Bremen, das mit 2-4-4-1-4-3-4 nur Platz 4 belegte.

Karten neu gemischt

„Ich bin total geflasht”, jubelte Oliver Seefeldt nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. Der Cheftrainer hatte sich bewusst im Vorfeld mit Prognosen zurückgehalten, aber auch nicht auf Understatement gemacht. Noch vor drei Wochen war Aachen/Düsseldorf bei der DM in Bremen hinter dem GGC Bremen, der damals alle Platzziffern 1 erhielt, Zweiter geworden. „Doch international werden die Karten neu gemischt”, hatte Seefeldt schon im Vorfeld gesagt - und Recht behalten. Möglicherweise war es für Bremen doch ein Nachteil, dass man im Mai als Titelverteidiger auf die EM in Sibirien verzichtet und lieber einen gesponsorten Urlaub angetreten hatte. Die FG Aachen/Düsseldorf hatte als Bundesliga-Zweiter in Tyumen ihre Chance genutzt und war mit Bronze belohnt worden.

Möglicherweise kam aber auch das einfühlsame Konzept des FG-Teams, das seine Leistung gegenüber der „Deutschen” noch einmal steigerte, besser an, als die neue Bremer Choreographie „Blast”. Das Trainer-Duo Oliver Seefeldt und Bernd Waldschmidt hatten die Choreographie „Like a rose” überarbeitet, weitere Highlights und Schwierigkeiten eingebaut und hart mit dem Team gearbeitet, das gegenüber der EM auf vier Positionen verändert werden musste. Schon bei der DM hatte man Zuschauer und Wertungsrichter gleichermaßen mit gutem Tanzen und ganz viel Emotionen eingefangen.
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