Die „Ladies“ nutzen ihre Chancen nicht

Von: Roman Sobierajski
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Mit zunehmender Spieldauer kam Stuttgarts Block gegen die Aachener Angriffe immer besser in die Partie, zudem musste Dora Grozer (links) die Hauptlast in der Annahme stemmen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga liegt in ihren letzten Zügen, so dass bei den Begegnungen immer häufiger ein interessierter Blick auf die parallel ablaufenden Spiele geworfen wird, um zu sehen, wie sich die Konkurrenz so schlägt.

So galt auch bei der nicht ganz überraschenden 1:3 (31:29, 17:25, 20:25, 16:25)-Niederlage der „Ladies in Black“ Aachen gegen den MTV Stuttgart die Aufmerksamkeit dem Köpenicker SC (2:3 gegen Wiesbaden), Nawaro Straubing (Heimsieg gegen Potsdam) und Hamburg (1:3-Niederlage in Suhl). Zusammengefasst: Die „Ladies“ sind immer noch Tabellenzehnte, aber die Luft wird dünner.

Dabei wäre für die Aachenerinnen nach einer bärenstarken kämpferischen Vorstellung im ersten Satz durchaus noch etwas mehr drin gewesen, doch „wir haben zu viele einfache Situationen, aus denen wir zu wenig machen“, wie Aachens Trainer Manuel Hartmann das Problem zusammenfasste. Dabei hatten die „Ladies“ im ersten Durchgang erst selbst vier Satzbälle des Gegners abgewehrt, sich dann drei eigene erarbeitet, die aber ebenfalls nicht genutzt werden konnten. Schließlich schlug Stuttgarts Deborah van Daelen beim Stand von 29:29 neben (!) das Feld, und Aachens Tatiana Crkonova schlug im Gegenzug ein Ass zum Satzgewinn.

Die 925 Zuschauer tobten und standen geschlossen hinter ihrer Mannschaft, und Stuttgarts Coach Guillermo Hernandez konnte nur resignierend feststellen: „So etwas kann passieren, wenn man in Aachen spielt.“

Doch der Aachener Triumph hielt nicht lange an, denn zum einen rangiert der Champions-League-Teilnehmer auf dem dritten Tabellenplatz, zum anderen kann Hernandez auf strategisch wichtigen Positionen wechseln, wenn es mal nicht rund läuft. So kam auf gegnerischer Seite mal eben für das Zuspiel-/Diagonalangriff-Pärchen Femke Stoltenborg/van Daelen die Alternative Valerie Nichol/Kaja Grobelna, während Aachens Coach für Außenangreiferin Lene Scheuschner, auf die konsequent alle gegnerischen Aufschläge gingen, gegen die defensivstärkere aber angriffsschwächere Miroslava Kuciakova auswechseln musste. Die Folge: Anschließend stand Dora Grozer unter gegnerischem „Dauerbeschuss“ und konnte ihre Angriffsqualitäten nicht mehr so entscheidend in die Wagschale werfen.

So bekam der immer stärker werdende Stuttgarter Block immer häufiger noch eine Hand an die Aachener Angriffsschläge, um dann in den Breakpunkt-Situationen davonzuziehen. Aachens Libera Dominika Valachova lieferte zwar erneut eine aufopferungsvolle Partie ab und rettete gegen einige eigentlich aussichtslos erscheinende gegnerische Angriffe, doch die Stuttgarterinnen hatten wenig Mühe die Sätze zwei bis vier für sich zu entscheiden.

Und da der Spielplan den „Ladies“ für den letzten Spieltag den designierten Meister Dresdner SC als Gegner zugedacht hat, gilt es nun, am kommenden Wochenende in Hamburg zu punkten.

Aachen: Kosova (Langgemach), Bongaerts, Grozer, Svobodnikova, Crkonova, Scheuschner , Valachova, Kuciakova

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