Die „Ladies“ können doch noch siegen

Von: Roman Sobierajski
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Obenauf: Britt Bongaerts (rechts) und die „Ladies in Black“ besiegten die Gäste aus Suhl klar mit 3:0. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Man konnte die Felsbrocken förmlich poltern hören: „Jetzt ist auf jeden Fall erst einmal großer Druck von uns abgefallen, und wir können am Mittwoch gegen Wiesbaden befreit aufspielen“, kommentierte Aachens Trainer Manuel Hartmann den 3:0 (25:19, 25:13, 25:20)-Sieg seiner „Ladies in Black“ gegen den bisherigen Angstgegner VolleyStars Thüringen.

Vom ersten Aufschlag an war vor 854 Zuschauern klar zu spüren, dass sich die „Ladies“ nach der Heimpleite gegen Potsdam einiges vorgenommen hatten. Aufschlag und Annahme funktionierten prächtig, Libera Dominika Valachova und Miroslava Kuciakova gruben in der Defensive einige „unmögliche“ Bälle aus und die Angriffsspielerinnen – allen voran Tatiana Crkonova, die auf der Diagonalposition in den ersten beiden Durchgängen fast nach Belieben punktete – hatten ordentliche Erfolgsquoten.

Ein Feuerwerk in Satz zwei

„Heute hat man gesehen, was im Volleyball alles möglich ist“, freute sich Hartmann über den Pflichtsieg und fand nach langem Suchen dann doch noch zwei Haare in der Suppe: „Im zweiten Satz haben wir einige Punkte liegenlassen, im dritten haben wir uns einige Fehler zu viel geleistet.“ Jammern auf hohem Niveau, denn nachdem sich die „Ladies“ den ersten Satz gesichert hatten – Suhl ließ einem Servicefehler einen verschlagenen Angriff durch Kapitänin Claudia Steger folgen – und der größte Druck weg war, folgte ein wahres Feuerwerk im zweiten Durchgang: Die Aachenerinnen führten bereits zur ersten technischen Auszeit mit sieben Punkten Vorsprung und gaben auch in der Folge keinen Ball verloren. Kuciakova holte mit einer artistischen Aktion einen starken Suhler Angriffsschlag, Ivona Svobodnikova konnte den scharfen Ball mit einer Blitzreaktion stellen – und Crkonova hämmerte den Ball zum Satz ins gegnerische Feld.

„Total fokussiert“

Nach der Zehn-Minuten-Pause kamen die Suhlerinnen noch einmal besser ins Spiel, die „Ladies“ liefen einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterher, konnten sich dann aber vorentscheidend zum 20:17 absetzen und mit einem Block von Zuspielerin Britt Bongaerts die Begegnung in 81 Minuten für sich entscheiden.

„Wir waren total fokussiert darauf, diese ungeheuer wichtige Partie zu gewinnen“, freute sich Dominika Valachova über den Erfolg. „Alle Spielelemente haben heute gut funktioniert, wir konnten Suhl von Anfang an stark unter Druck setzen. Wir haben nicht nur die Niederlagenserie beendet, wir haben vor allem deutlich weniger Fehler gemacht als in den Partien davor.“

Tatiana Crkonova, mit der Goldmedaille als beste Spielerin ausgezeichnet, richtete direkt im Anschluss den Blick auf die nächste Begegnung: „Wir haben heute um jeden einzelnen Punkt gekämpft. Wenn wir gegen Wiesbaden auch erfolgreich sein wollen, müssen wir auf demselben Niveau spielen, vielleicht sogar noch besser.“

Aachen: Kosova, Bongaerts, Grozer, Svobodnikova, Crkonova, Kuciakova, Valachova

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