DHL-Preis: „Der Boden ist wirklich richtig gut“

Letzte Aktualisierung:
8172195.jpg
Bundestrainer Hans Melzer: „Spannende Linien im Gelände.“ Foto: Michael von Fisenne

Aachen. Gesund und munter sind sie in Aachen angekommen, die Vielseitigkeitsreiter. Auf dem Papier könnten die Aussichten für die deutschen Starter kaum besser sein, findet Bundestrainer Hans Melzer im Gespräch mit Ute Steinbusch.

Ist Aachen wieder das letzte große Schaulaufen vor der WM in der Normandie in wenigen Wochen?

Melzer: Ja, wir wollten in Aachen die letzte Sichtung vornehmen. Die einzigen, die hier nicht dabei sind, weil sie sich in der schweren Vier-Sterne-Prüfung in Luhmühlen schon gut präsentiert haben, sind Bettina Hoy mit Designer und Andreas Ostholt mit So Is Et.

Wer gehört diesmal zum Team?

Melzer: Peter Thomsen mit Barny, Dirk Schrade mit Hop And Skip, Sandra Auffarth mit Opgun Louvo und Michael Jung mit Sam. Eigentlich hätten wir Ingrid Klimke statt Peter Thomsen melden müssen, da sie bei Championaten das bessere Ergebnis hatte, aber es gibt gute Gründe dagegen.

Die da wären?

Melzer: So hat Escada, die Stute von Ingrid Klimke, mehr Zeit, sich an die Atmosphäre im Dressurstadion zu gewöhnen. Wenn wir sie fürs Team nominiert hätten, hätte sie ganz zu Anfang starten müssen, weil das Teampferd immer als erstes geht und Ingrid außerdem Hale Bob reitet. Da hatten wir aber Bedenken, dass Escada dann unter Wert laufen würde. Deshalb geht Ingrid jetzt als Einzelreiterin an den Start.

Sie haben sich die Geländestrecke bereits angesehen. Wie ist Ihr Eindruck?

Melzer: Rüdiger Schwarz hat eine neue Linie gewählt, das macht die Aufgaben wieder spannend, das Wasser, die Normandie-Bank, an der man Zirkel reiten muss, das Coffin und vor dem Stadion direkt die Hand, die in den Himmel weist. Der Boden ist wirklich richtig gut, trotzdem wird es schwer, in der Zeit zu reiten.

Überrascht es Sie, dass der Boden trotz der Unwetter der vergangenen Tage so gut ist?

Melzer: Der Boden wurde ja für Regen gemacht (lacht). Vor der WM 2006 hat hier ein regelrechter Bodentausch stattgefunden, weil man hier vorher noch nicht mal hätte gehen können.

Der Parcoursbauer hat am letzten Hindernis-Komplex vor dem Einritt ins Stadion zwei Wege aufgezeigt, aber der ist eine ist deutlich länger...

Melzer: Unsere Reiter sollen alle direkt reiten. Sicher kann immer mal etwas Unvorhergesehenes kommen, weshalb man die Alternative braucht. Aber generell gilt für uns, immer den ersten Weg zu nehmen, das ist ja auch unser einziges Ziel bei Championaten.

Welche Nachrichten haben Sie noch für das Aachener Publikum?

Melzer: Wir hatten überlegt, Claas-Hermann Romeike (Anm.: Sohn von Ex-Olympiasieger Hinrich Romeike) zu nominieren, aber er wird nun beim Nations Cup in Malmö starten. Dafür haben wir Andreas Dibowski wieder dabei, der seit Mai mit einer Adduktorenverletzung ausgefallen war.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert