Deutscher Tag auf Medals Plaza: „Welt schaut auf einen”

Von: Lars Reinefeld, dpa
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Die Goldmedaillengewinnerinnen Evi Sachenbacher-Stehle (r.) und Claudia Nystad auf dem Podium. Foto: dpa

Whistler. Evi Sachenbacher-Stehle sang lauthals die deutsche Hymne, Bob-Titan André Lange bekam „weiche Knie”. Am Ende eines aus deutscher Sicht überaus erfolgreichen Olympia-Tages mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen war auch die „Medals Plaza” im Herzen von Whistler am Montagabend fest in schwarz-rot-goldener Hand.

„Wenn man heute nicht glücklich ist, wann dann? Es war ein toller Tag”, sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbands, nach der stimmungsvollen Siegerehrung.

Vor rund 2000 Besuchern bekamen die Olympia-Champions Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad (Langlauf) sowie André Lange und Kevin Kuske (Zweierbob) endlich ihre Gold-Medaillen. Auch Thomas Florschütz und Richard Adjei (Zweierbob-Silber), Tim Tscharnke/Axel Teichmann (Langlauf-Silber) und die deutschen Skispringer um Routinier Martin Schmitt (Silber) kletterten auf das Podium. Zahlreiche Mitglieder des deutschen Olympia-Teams wie Rodel- Olympiasiegerin Tatjana Hüfner spendeten begeistert Applaus.

„Das war ein außergewöhnlicher Moment. Die ganze Welt schaut auf einen”, sagte Skispringer Andreas Wank. Nach dem überraschenden zweiten Platz des deutschen Teams hatte er bereits an der Schanze zahlreiche Tränen vergossen. „Auch jetzt musste ich schlucken, die Augen sind aber dieses Mal trocken geblieben”, sagte der Youngster der deutschen Adler. „Die Medaille hat für mich eine ganz besondere Bedeutung”, meinte Schmitt.

Die Überraschungs-Olympiasieger Sachenbacher-Stehle und Nystad umarmten sich auf dem Podium immer wieder ungläubig, als könnten sie den Gewinn der Goldmedaille immer noch nicht fassen. „Es ist wunderschön, da oben zu stehen. Man erinnert sich an all die Freunde, an alle, die einem im vergangenen Jahr geholfen haben”, sagte Nystad. „Ich konnte es besser genießen als in Salt Lake. Einfach geil!”, meinte Sachenbacher-Stehle. „Mir ist gar nichts durch den Kopf gegangen. Ich habe einfach genossen. Der Kopf war leer.”

Wie für die Langlauf-Damen wurde auch für das Bob-Duett Lange/Kuske die deutsche Nationalhymne gespielt. „Es ist immer wieder wunderschön. Ich hatte schon ein bisschen weiche Knie”, gestand Lange, der am kommenden Samstag im Viererbob bereits nach dem nächsten Gold greift.
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