Der TK Kurhaus siegt sich zum echten Saisonfinale

Von: Roman Sobierajski
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Fuhr mit Matthias Bachinger je zwei Punkte für den TK Kurhaus ein: Yannick Hanfmann. Foto: Steindl

Aachen. Und dann musste der TK Kurhaus doch noch zum Äußersten greifen, um den so klaren wie knappen 5:1-Erfolg bei Rot-Weiss Köln einzufahren – Trainer Dominik Meffert kam am vorletzten Spieltag zu seinem Saisondebüt im zweiten Doppel und fuhr zusammen mit Maximilian Marterer den letzten Punkt ein.

Da auch Gladbach deutlich gewann und den zweiten Tabellenplatz belegt, kommt es am letzten Spieltag beim Aufeinandertreffen der beiden Klubs zu einem echten Saisonhöhepunkt um die Meisterschaft. „Jetzt sind wir für eine weitere Woche Tabellenführer. Nach dem kommenden Spieltag wollen wir es für weitere 52 Wochen sein“, verkündete Kurhaus-Teamchef Alexander Legsding nach dem Erfolg keck.

Für den ersten Punkt hatte Aachens Nummer eins Florian Mayer gesorgt, der auf dem Centercourt auf Julian Reister traf. Mayer dominierte die Partie, lag schon 5:1 vorn, als Reister mit dem Fuß umknickte und eine längere Behandlungspause brauchte. Der 30-Jährige kam getapet zurück, musste aber nach 2:6-Satzverlust und 0:3 im zweiten Durchgang aufgeben.

Yannick Hanfmann legte den zweiten Einzelsieg gegen Jan Choinski obendrauf, was auch nicht selbstverständlich war. „Ich hatte mir Anfang der Woche einen Virus gefangen, war geschwächt, habe drei Kilo abgenommen“, schilderte Hanfmann die alles andere als optimalen Voraussetzungen. Dennoch zeigte der 26-Jährige eine bärenstarke Vorstellung.

Den dritten Einzelsieg fuhr Matthias Bachinger gegen den unerwartet stark aufspielenden Gavin van Perpezeel ein. Der Australier sicherte sich den ersten Durchgang, doch Bachinger dominierte zusehends die Begegnung, gewann den zweiten Durchgang glatt und gab sich auch im Champions Tiebreak keine Blöße.

Dass Maximilian Marterer gegen Publikumsliebling Oscar Otte und das gesamte Publikum einen schweren Stand haben würde, war keine große Überraschung. Marterer fightete – manches Mal zu ungestüm – doch Otte machte den einen Einzelpunkt, der Köln die Chance auf ein Remis nach den Doppeln ließ.

Auf dem Nebenplatz lagen Bachinger/Hanfmann gegen van Perpezeel/Pavol Cermanek bereits mit 6:0, 6:5 und 30:0 bei eigenem Aufschlag vorn, als das Netz kaputt ging. Alle Reparaturversuche fruchteten nicht, so dass nur noch der Umzug auf einen anderen Platz blieb. Prompt kam Köln noch zu einem Breakball, doch das Aachener Duo holte den entscheidenden vierten Siegpunkt. „Zum Glück mussten wir nicht allzu lange pausieren, ich habe auch schon einmal eine halbe Stunde warten müssen“, meinte Hanfmann. „Wir waren schnell wieder drin.“

So konnten Marterer und Meffert auf dem Centercourt die Partie schon entspannter zu Ende spielen, nachdem die Aachener unerwartet klar den ersten Satz gewonnen hatten, dann in den Tiebreak des zweiten Satzes mussten – und nachdem dieser klar verloren war, auch noch der Champions Tiebreak auf Dominik Meffert wartete.

Da konnte sich der Spieler Meffert dann von seinem Co-Trainer Andreas Mens und dem Publikum gutmütigen Spott anhören musste. „Pack den Kampfmodus aus“, riet Mens, „Halt durch, nur noch fünf Minuten“, das Aachener Publikum. Für den 35-Jährigen war nach dem Sieg im Champions Tiebreak gegen Otte/Andreas Mies jedenfalls eines klar. „Nicht noch einmal“, fluchte Meffert erschöpft und dennoch zufrieden mit dem Erfolg. Zumal er sich morgens auch noch verhoben hatte und unter Rückenschmerzen litt.

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