Der TK Kurhaus Aachen zieht fünf Mal den Kürzeren

Von: Roman Sobierajski
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Nur er punktete in Halle für Aachen: Carlos Berlocq. Foto: Marcel Decoux

Aachen. Schlimmer geht es eigentlich (fast) nicht mehr: Den vorzeitigen Meistertitel in der Tennis-Bundesliga schon greifbar, musste der TK Kurhaus Aachen beim letzten verbliebenen Titelkonkurrenten Blau-Weiß Halle eine schmerzhafte 1:5-Niederlage hinnehmen.

 Die Aachener rangieren vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonntag zwar immer noch an der Tabellenspitze, doch Halle ist nur aufgrund der schlechteren Satzdifferenz Zweiter. Ein einziges verlorenes Match kann bereits über den Titel, über alles oder nichts entscheiden.

Was die Niederlage noch bitterer macht: Carlos Berlocq holte an Position 4 den einzigen Punkt für das Lambertz-Team, glatt in zwei Sätzen. Alle anderen drei Einzel und die beiden Doppel gingen vor rund 2500 Zuschauern an die Gastgeber, alle fünf Matches wurden im Glücksspiel des Champions Tiebreaks entschieden, fünf Mal schlug das Pendel zugunsten der Hallenser aus.

Den Anfang machte Aljaz Bedene: Der Slowene traf wie schon im Vorjahr auf Jarkko Nieminen und musste wie im Vorjahr in den Champions Tiebreak, den er im vergangenen Jahr mit 18:20 verlor. Dieses Mal war die Angelegenheit klarer: „Beim nächsten Mal gewinne ich die Lotterie, auch wenn ich jetzt erneut verloren habe“, versprach der Slowene. Ärgerlich: Beim Stand von 5:6 gab der Schiedsrichter einen Ball von Bedene aus, den Nieminen gut gesehen hatte, und korrigierte sich auf „zwei neue Bälle“. Der Punkt ging dann an den Finnen, „aber das war nicht spielentscheidend“, zeigte sich Bedene als guter Sportsmann.

Florian Mayer fand im Spitzeneinzel zunächst überhaupt nicht richtig in die Partie, ließ einem klar verlorenen ersten Satz aber ein 6:0 folgen, um dann im Champions Tiebreak gegen Robin Haase ohne Chance zu sein. „Der erste Punkt läuft mies, dann entwickelt sich die Partie gegen mich, obwohl ich alles gegeben habe.“

Auf der Welle des Erfolgs

Steve Darcis gewann zumindest einen einfachen Tiebreak zum Gewinn des ersten Satzes, musste gegen Jan-Lennard Struff aber ebenso in die Lotterie und führte die „Tradition“ beim 8:10 fort.

Doch immerhin war – wie schon 2011 und 2013 – noch ein Remis für Aachen drin, doch im Kurhaus-Spiel steckte weiterhin der Wurm, und Halle ritt auf der Welle des Erfolgs. Dominik Meffert und Carlos Berlocq berappelten sich nach einem 0:6 zwar noch einmal, bis im Champions Tiebreak für sie ebenso Endstation war wie für Steve Darcis und Philipp Petzschner auf dem Nachbarplatz. Das Publikum tobte, die Kurhaus-Spieler waren (fast) auf ganzer Linie geschlagen.

Ergebnisse: Halle - Aachen 5:1: Robin Haase - Florian Mayer 6:2, 0:6, 10:4; Jarkko Nieminen - Aljaz Bedene 6:1, 3:6, 10:7; Jan-Lennard Struff - Steve Darcis 6:7 (4:7), 6:3, 10:8; Tim Pütz - Carlos Berlocq 2:6, 5:7; Haase/Struff - Darcis/Philipp Petzschner 7:6 (7:4), 4:6, 10:2; Nieminen/Pütz - Berlocq/Dominik Meffert 6:0, 2:6, 10:5

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