Der 1. FC Köln punktet konsequent weiter

Von: Christian Oeynhausen
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Können mit dem Punkt in Paderborn gut leben: Kölns Mittelfeldspieler Matthias Lehmann und Trainer Peter Stöger. Foto: dpa

Paderborn. Timo Horn musste lachen, als er auf die Geschichte vom 1. FC Kaiserslautern angesprochen wurde, dem letzten Aufsteiger vor dem 1. FC Köln, der mit drei Zu-Null-Spielen in die erste Liga gestartet war. Und in jenem Jahr, 1998, Meister wurde. „Habe ich gelesen. Das wäre natürlich eine Sensation. Aber wir bleiben auf dem Teppich“, sagte Horn am Samstag in Paderborn.

Für seinen Klub bedeutete das 0:0 einen Startrekord – aber nur bei den Gegentoren. Bei den Punkten steht die FC-Bestmarke seit 51 Jahren dort, wo sie hingehört: Bei drei Siegen aus den ersten drei Spielen.

In der Gegenwart stellt der Klub immerhin mit dem Erstliga-Neuling Horn den statistisch besten Torhüter des deutschen Profifußballs. Timo Horn ist inklusive U21-Spiel seit sechs Partien unbezwungen. „Ich mache mir nicht so einen Kopf um Rekorde. Ich hatte in den ersten drei Spielen nicht allzuviel zu tun. Damit konnte man nicht unbedingt rechnen. Aber jetzt kommen die richtigen Kaliber“, sagte Horn, der seine Mannschaft mit einer Glanzparade gegen Elias Kachunga (56.) vor einem Rückstand und womöglich vor einer Niederlage bewahrte. Sein Trainer blieb bei aller Freude Realist: „Im Moment spricht die Statistik für uns, aber ich bin sicher, das wird sich ändern“, sagte Peter Stöger. Am nächsten Sonntag ist mit Borussia Mönchengladbach ein „richtiges Kaliber“ zu Gast.

Den jeweils fünften Punkt im dritten Spiel werteten beide Trainer und ihre Mannschaften hinterher mit großem Einsatz als Erfolg. Stöger freute sich, „eine Klasse besser“ gewesen zu sein als im Zweitliga-Duell 2013 (1:1) und sagte: „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Insofern ist das 0:0 ein Minimalziel, das man gern nach Hause bringt.“ Sein Kollege André Breitenreiter sagte sogar: „Viele Mannschaften werden gegen den FC nicht punkten. Wir können mit dem Remis gut leben.“

Die Kölner waren mehr als die Gastgeber bereit, auch über Defizite zu sprechen, „Wir haben nicht so gut Fußball gespielt, als dass ich mir das jetzt noch zwei Mal auf Video angucken müsste“, sagte Geschäftsführer Jörg Schmadtke. „Wenn künftig der Zweite gegen den Vierten spielt, wird das Niveau vermutlich höher sein“ sagte Stöger in Anspielung auf die Ausgangssituation. Träumer muss man woanders suchen, und Liebhaber hoher B-Noten gehen besser in andere Stadien – das war die Botschaft nach den 90 zähen Minuten in der Benteler-Arena, für die Gäste-Fans stolze 50 Euro pro Karte hinlegen mussten. Zwei Großchancen durch Anthony Ujah und Kapitän Miso Brecko für Köln, zwei für Paderborn durch Marvin Bakalorz und Elias Kachunga waren die wenigen Höhepunkte.

Deswegen kam die Frage auf, ob nicht beide Seiten noch mehr Risiko in dieses erste der zwei Aufsteiger-Duelle hätte investieren müssen. Denn der jeweils andere ist ja der Klub, den man besser hinter sich lässt, wenn man in der Klasse bleiben will. „Der Trainer hatte formuliert: Erstmal den Punkt sichern“, berichtete Horn. „Ich finde es wichtig, konsequent und permanent zu punkten, vor allem wenn es möglich ist“, sagte Stöger.

Kein idealer Zoller-Einstand

Der Österreicher hatte Neuzugang Simon Zoller erstmals in die Startelf beordert – anstelle des Japaners Yuya Osako. Der Trainer hatte auf die Schnelligkeit des Ex-Lauterers im Umschaltspiel gesetzt. „Es hat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Stöger, nahm den Drei-Millionen-Einkauf aber in Schutz: „Er war engagiert, er hat gearbeitet. Er hängt auch von der Umsetzung hinter ihm ab. Das war nicht ideal“, sagte Stöger.

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