Dem TK Kurhaus gelingt der perfekte Saisonauftakt

Von: Roman Sobierajski
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Musste direkt das Auftaktmatch bestreiten und fuhr den ersten Punkt für den TK Kurhaus ein: Neuzugang Yannick Hanfmann. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Am Ende des Tages war es dann das erwartet klare Ergebnis zum Auftakt der Tennisbundesliga, als der fünfmalige Deutsche Meister TK Kurhaus Aachen den TC Bruckmühl-Feldkirchen vor 600 Zuschauern mit einer 0:6-Niederlage im Gepäck wieder nach Hause Richtung Rosenheim geschickt hatte.

Doch davor lag ein richtig hartes Stück Arbeit vor den Spielern des Lambertz-Teams, denn der Aufsteiger leistete harten Widerstand. „Zwei Einzel im Champions Tiebreak gewonnen, das sagt eigentlich schon alles“, resümierte Kurhaus-Teamchef Alexander Legsding, nachdem der Sieg seines Teams nach den vier Einzeln feststand. „Aber ich freue mich, dass unsere beiden Neuzugänge so einen guten Start hatten. Yannick Hanfmann und Gastao Elias sind supersympathisch und haben sich schnell in unser Team integriert.“

„Großen Druck gespürt“

Tatsächlich mussten die beiden „Neuen“ an Position zwei und vier als Erste ran, und vor allem der 24-jährige Hanfmann hatte zu Beginn nicht nur mit dem wechselhaften Wetter und dem Gegner zu kämpfen, sondern auch mit der eigenen Nervosität.

„Da spürt man schon großen Druck, erstes Spiel in der Bundesliga und dazu Auftaktmatch vor eigenem Publikum für den TK Kurhaus“, meinte Hanfmann, mit Los Angeles zweifacher US-College-Meister, nachdem er den starken Österreicher Rainer Eitzinger im Champions Tiebreak mit 10:8 niedergerungen hatte. Bezeichnend für die hohe Moral: Hanfmann war hingefallen, brachte den Ball aber trotzdem als Lob auf die andere Seite – und sein Gegner verschlug den Volley.

Weniger dramatisch ging es bei den beiden Partien auf dem Center Court zu, wo erst Elias gegen den Franzosen Julien Obry einen ungefährdeten Zwei-Satz-Sieg einfuhr und anschließend Aljaz Bedene im Topspiel gegen den Ägypter Mohamad Safwat nachlegte, den zweiten Satz sogar zu Null für sich entscheiden konnte.

Ein wesentlich dickeres Brett hatte da schon Matthias Bachinger gegen den Polen Blazej Koniusz zu bohren. „Ich bin dankbar für jede Partie, die ich spielen kann“, gab sich Bachinger nach siebenmonatiger Auszeit aufgrund einer Patellasehnen-Verletzung bescheiden. „Mein Gegner hat stark gespielt, und der böige Wind hat das Spiel nicht gerade einfacher gemacht.“

Bachinger hatte den ersten Durchgang zwar im Tiebreak für sich entscheiden können, musste dann aber nach dem Verlust des zweiten Satzes ebenfalls in den Champions Tiebreak. „Bachi, komm‘, reiß Dich zusammen“, coachte Kurhaus-Trainer Dominik Meffert intensiv von der Seitenlinie. Einen Gegenstop schlug Koniusz aus der Drehung zum 9:5 für Bachinger ins Aus und konnte dann einen Return nach Angriff des Kurhaus-Spielers nicht über das Netz bringen, so dass die Begegnung bereits zu diesem Zeitpunkt entzschieden war.

Die Zweisatz-Siege der Kurhaus-Doppel Bedene/Hanfmann, die Obry/Eitzinger 6:3, 6:3 schlugen, und Elias/Bachinger, die sich gegen Kowalczyk/Koniusz mit 6:4, 7:6 (7:2) durchsetzten, machten den Auftakt für den Vizemeister perfekt.

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