Das Team de Ridder trumpft groß auf

Von: Guido Jansen
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Die de Ridders: Die Töchter Julia (links) und Jill mit Mama Alexandra. Foto: Michael von Fisenne

Aachen. Jill de Ridder springt auf. „Ich bin qualifiziert“, sagt sie laut und deutet eine geballte Faust an. Ihre Schwester Julia und Mutter Alexandra Simons de Ridder lächeln. „Toll“, sagt die Mutter, als die Drei auf einer Bank im Schatten der neuen Tribüne des Dressurstadions sitzen. Im Hause der Aachener Reitsportfamilie gibt es dieser Tage jede Menge Erfolge zu feiern.

In der vergangenen Woche die Goldmedaille der jüngeren Tochter Julia (17), die bei der Europameisterschaft der Jungen Reiter mit der Mannschaft ganz vorne gelandet ist. Und jetzt das starke Abschneiden der älteren Tochter Jill auf der größten Bühne des Reitsports in Aachen.

Platz sieben schaffte sie auf der mit acht Jahren noch so jungen Stute Whitney beim Prix St. Georges der Vereinigte Unternehmerverbände Aachen. „Wenn du in Aachen reitest, dann ist das immer was ganz Besonderes“, sagt Mutter Alexandra, die Goldmedaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney mit der deutschen Dressur-Equipe.„Wenn du auch noch aus Aachen bist, dann willst beim CHIO natürlich erst recht schön reiten.“

Das war bei Jill de Ridders erstem Auftritt auf der größten Dressurbühne der Welt vor drei Jahren vielleicht das Problem. Aachen beeindruckt die Reiter. Wenn man als Aachener dann auch beeindrucken will, dann wird man vielleicht ein bisschen fest. Diesmal nicht. „Whitney hat sich super benommen“, lobte die junge Reiterin ihr junges Pferd. „Wir haben die Punkte bekommen, die wir heimlich angepeilt hatten“, sagt sie.

70 Punkte sollten es sein, 70,289 waren es. Platz sieben, einen Rang hinter Helen Langehaneberg. „Und das in einer Konkurrenz, die zwar klein, aber enorm stark war“, sagt die Mutter mit der Erfahrung einer Goldmedaille. Und das, obwohl Jill de Ridder sich alleine auf ihren großen Auftritt vorbereiten musste. Die Eltern waren mit der jüngeren Tochter bei der Europameisterschaft in Italien.

Jetzt ist das Team de Ridder wieder vereint. Und sie haben ehrgeizige Pläne. Samstag startet Jill beim Intermédiaire I um den WOTAX-Preis. „Das ist noch einmal deutlich schwerer als der erste Wettbewerb“, sagt die Lokalmatadorin. Aber jetzt ist die Anfangsnervosität weg und die Vorfreude auf ein voll besetztes Dressurstadion groß. „Ich werde das genießen. So oft kommt man als Reiter nicht in den Genuss, in dieses Stadion einreiten zu können.“ Auch nicht als Aachenerin.

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