„Das hätte übel ausgehen können“: Evivo dreht Spiel in Spergau

Von: pl
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Noch mal gutgegangen: Dürens Kapitän Jaromir Zachrich. Foto: sport/Zimmermann

Spergau/Düren. „Wir haben zwei Punkte gewonnen!“ Der Trainer von Männer-Volleyball-Bundesligist Evivo Düren, Michael Mücke, brauchte keine zwei Sekunden, um dieses Fazit des 3:2-Sieges (25:21, 23:25, 17:25, 25:23, 15:12) bei CV Mitteldeutschland zu ziehen.

„Das hätte nämlich auch ganz übel mit null Punkten ausgehen können“, spielte Mücke auf den umkämpften vierten Satz an. „Da ging es hin und her, und zum Glück haben wir den Durchgang dann knapp gewonnen.“ Mit einem 2:1-Satzvorsprung waren die Gastgeber – als Tabellenneunter – in den vierten Satz gegangen und hätten den 3:1-Sieg perfekt machen können.

Dabei hatte alles ganz anders begonnen. Düren ließ sich im ersten Durchgang auch von einem 6:8-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Gevert, Pompe und Nally punkteten konsequent und drehten den Satz. „Danach ist CV aber richtig gut in Fahrt gekommen“, so Mücke. Die Gastgeber kämpften um jeden Ball. „Oft habe ich wirklich gedacht, jetzt ist der Ball aber auf dem Boden. Dann rutschte dann doch noch ein CV-Spieler mit der Hand drunter, und der Ball kam wieder zurück.“

Die Gastgeber setzten sich knapp durch und nahmen die Euphorie mit in den dritten Satz. 2:8 lag Düren schnell hinten. „Da lief drüben alles und bei uns nichts“, so Dürens Kapitän Jaromir Zachrich. Aber zum Glück hat Mücke ja den „kleinen Luxus“, wie er selbst sagt, über zwei gleichwertige Zuspieler zu verfügen. Evan Barry kam für Ciaran McGovern.

„Im dritten Satz hat uns das nicht mehr viel geholfen. Aber im vierten Durchgang war das möglicherweise der entscheidende Faktor“, sah Mücke nun, wie sein zweiter Regisseur die Angriffe um Nuancen anders aufzog. Darauf musste sich Mitteldeutschland erst einmal einstellen. Über 16:14 und 21:20 gewann Düren mit 25:23 – und schaffte damit den Sprung in die „Lotterie“ Tiebreak.

Aufs Glück allein verließen sich die Dürener aber nicht. „Wir haben sehr konzentriert aufgeschlagen und keinen Fehler gemacht“, sah Mücke den entscheidenden Vorteil. Immer lag Düren mit ein, zwei Punkten vorne. Den entscheidenden 15. Punkt machte aber ausgerechnet Mitteldeutschlands bester Angreifer, Joren Zeeman. Er schlug den finalen Ball an die Antenne, die das Netz begrenzt. Fehler! Punkt für Düren - 15:12. Zwei weitere Punkte im Kampf um Platz 5. Und erst einmal zwei Wochen Pause. „Die ist nach drei Spielen in acht Tagen auch dringend nötig“, sah Mücke Teile seines Personals schon „auf Reserve“ laufen.

Am 8. März steht das Derby um die „Westdeutsche Meisterschaft“ gegen den Moerser SC auf dem Zettel. Mit einem Sieg will Düren letzte theoretische Zweifel an Platz 5 vertreiben. Der ist im Übrigen nicht nur die für Düren bestmögliche Platzierung für die Play-off-Runde, sondern berechtigt in der nächsten Saison auch zum Start in einem europäischen Wettbewerb. „Das Team will auf jeden Fall spielen. Jetzt müssen wir nur schauen, wer uns das finanziert“, rührt Mücke schon einmal die Werbetrommel.

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