Brasilianer Zanotelli gewinnt den „Großen Preis" beim CSI Aachen

Von: Helga Raue
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Freut sich über den Sieg in Aachen – auch im Dressurstadion: Der Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli gewinnt auf Rock‘n Roll Semilly den „Großen Preis“ bei der Premiere des CSI Aachen. Foto: Wolfgang Birkenstock
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Reitet in der Qualifikation der internationalen Konkurrenz davon: der Aachener Frederik Knorren.

Aachen. Ganz zum Schluss hatte dann auch Petrus ein Einsehen, und der „Große Preis“ fand im Sonnenschein statt. „Und gleich kommt auch wieder das Aachener Publikum, heute habe ich viele bekannte Gesichter gesehen“, freute sich Virginia Mehlkopf über etwas Sonne, denn das Wetter hatte den Zuschauerzuspruch an den ersten drei Tagen des CSI Aachen noch in Grenzen gehalten.

Was aber der Begeisterung der Reiter und Zuschauer über die Premiere des neuen, internationalen Springturniers im Aachener Dressurstadion keinen Abbruch tat.

„Jeder Sieg ist wichtig, und in Aachen zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes, auch wenn es nicht im ganz großen Stadion ist“, freute sich Marlon Modolo Zanotelli. „Die Anlagen sind toll und sollten viel öfter auf diese Art genutzt werden. Das Stadion, die Stallungen, das ganze Gelände ist perfekt und machen es einem leicht, Top-Leistungen zu bringen!“

Der 28-jährige Brasilianer unterstrich seine Aussage eindrucksvoll: Auf Rock‘n Roll Semilly gewann der den „Großen Preis“, ein Zwei-Sterne-Springen mit Stechen mit einer fehlerfreien Runde in 37,58 Sekunden vor Jessica Mendoza (0/38,18), die mit dem britischen Team 2015 bei der EM in Aachen startete, auf Spirit und Jens Baackmann (Havixbeck, 0/39,17) auf Carmen. Zanotelli lebt seit 2006 in Belgien, wo er zuerst bei Ludo Philippaerts arbeitete und ritt, und ist nun auf der Ashford-Farm in Bocholt stationiert. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Angelica Augustsson. Der Schwedin unterlief am Montag auf Lucano ein Abwurf im Normalparcours, was Platz 23 bedeutete.

Mit gleich zwei Abwürfen platzten die Hoffnungen des Aacheners Frederik Knorren früh. Platz 27 mit Aspen war nach dem Sieg tags zuvor im Zwei-Sterne-Springen auf Fehler und Zeit, die Qualifikation für den Großen Preis, (0/64,39) – vor dem Japaner Hikari Yoshizawa auf Clicksem und der Britin Mendoza (0/65,93) mit Spirit – 16 Jahre ist der braune Holsteiner inzwischen alt, seit elf Jahren geht er unter dem Sattel des inzwischen 28-jährigen Springreiters, der ihn selbst ausbildete.

Der wievielte Sieg in einem schweren Springen war das? „Das weiß ich gar nicht genau, aber Aspen hat inzwischen eine Gewinnsumme von 120.000 Euro“, freut sich Knorren über seinen fitten Partner, der in der vergangenen Saison angesichts jüngerer Stallkollegen etwas in die zweite Reihe gerückt war, in diesem Jahr aber wieder in den schweren Springen die Kohlen aus dem Feuer holen darf. Schon im „Großen Preis von Lanaken“ belegte Aspen nach einer langen Winterpause ohne Turnier mit einem Abwurf am letzten Sprung Rang 13.

Aus der Region stammt auch Orplid, gezogen von Balthasar Ketteniss. Unter Christoph Kauert (Schönebeck), zeitweise Wahl-Aachener, sorgt der chice braune Hengst immer wieder in schweren Springen für Furore. Beim CSI Aachen gewann das Paar das Zwei-Phasen-Springen mit einer fehlerlosen Runde in 33,63 Sekunden vor dem in Neuss beheimateten Belgier Marc Boes (0/33,76) auf Bocelli und dem Briten Dominic Webb (0/34,08) auf Alvatore.

Insgesamt fiel das Resümee nach der CSI-Premiere bei den jungen Organisatorinnen positiv aus. „Es war viel Arbeit, hat aber alles gut geklappt. Jos Lansink hat gesagt, dass wir so ein Turnier doch drei, vier Mal im Jahr organisieren sollten, das wäre top, um die Pferde für den großen internationalen Sport vorzubereiten“, freute sich Mehlkopf über das Kompliment aus berufenem Munde, denn der Belgier Lansink, 2006 Weltmeister in Aachen, ist einer der bekanntesten Springreiter in der Welt.

„Das schreit doch nach einer Fortsetzung sagt Mehlkopf lachend, und Gina Trojan ergänzt: „Nun müssen wir erst einmal Kassensturz machen, denn das schlechte Wetter hat natürlich zu deutlich höheren Kosten geführt. Wir möchten das CSI Aachen aber gerne auch 2017 organisieren und hoffen, dass es sich das Turnier etabliert.“

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