Borussia mit Kompalla und Brandenburger

Von: bsc
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Heute Borussias Ballfänger statt Ballschlepper: Christopher Heimeroth. Foto: imago/M.i.S.

Istanbul/Aachen. Die Partie am Donnerstag von Borussia Mönchengladbach bei Fenerbahce Istanbul ist trotz fehlender sportlicher Bedeutung von der Uefa als Hochsicherheitsspiel eingestuft worden. Lucien Favre hat bereits seinen Beitrag zur Deeskalation beigesteuert: Borussias Trainer ließ sieben Stammspieler freiwillig zuhause. Die „Gefahr“, dass die nur 15 mitgereisten Feldspieler plus drei Torhüter beim Tabellenvierten der SüperLig ein spielerisches Feuerwerk abbrennen werden, ist recht gering.

Auch um 20.45 Uhr wird Mönchengladbach immer noch Tabellenzweiter und Fenerbahce -erster sein. Aber natürlich bekräftigt Favre tapfer: „Wir wollen eine gute Leistung bringen und möglichst einen Sieg einfahren.“ Torhüter Marc-André ter Stegen, Martin Stranzl, Tony Jantschke, Juan Arango, Havard Nordtveit, Igor de Camargo und Thorben Marx wurden von diesem Masterplan ausgeschlossen, Filip Daems und Lukas Rupp sind verletzt, Patrick Herrmann ist gesperrt. Stattdessen tauchen Namen wie Janis Blaswich und Martin Kompalla auf, beide Tor-Männer hinter Ersatz-Keeper Christopher Heimeroth, der am Donnerstag zum Einsatz kommt. Oder U19-Mittelfeldpieler Nico Brandenburger.

Fast könnte man sagen, am Donnerstag schließt sich der Kreis: Favre startete in die Gruppenphase mit einer Rotation und beendet sie mit einer.

Nicht verschwiegen aber werden sollte, dass sie jetzt Sinn macht, zum Auftakt auf Zypern gegen Limassol aber vermessen war und das daraus resultierende mickrige Unentschieden beinahe den Einzug ins Sechzehntelfinale gekostet hätte. Dass Borussia trotz der anschließenden Heimniederlage gegen Istanbul (2:4) fast schon sensationell vorzeitig die nächste Runde erreicht hat, verdankt sie vor allem auch dem heutigen Gastgeber, der am letzten Spieltag beim ärgsten Gladbacher Konkurrenten in Marseille gewann.

Die Geschenke aber präsentierte Fenerbahce: Mit gelben Blumen – die Vereinsfarbe – hießen Istanbul-Fans den Gast bei der Pressekonferenz im Stadion willkommen. Entsprechend höflich zeigte sich Mike Hanke als Favres Beisitzer auf dem Podium: „In so einem tollen Stadion gegen eine so große Mannschaft spielen zu dürfen – da geht einem doch das Fußballherz auf.“

Das trifft auf jeden Fall auch auf Luuk de Jong zu – fern aller Höflichkeit. Borussias neuer Torjäger hofft auf einen Einsatz nach wochenlanger Verletzungspause. „Ich weiß noch nicht, ob ich spielen werde, aber es ist auf jeden Fall ein Supergefühl, wieder dabei zu sein. Das ist der nächste Schritt für mich.“ Im Hinspiel hatte der Niederländer seine Mannschaft noch mit 1:0 in Führung gebracht. Aber auch wenn Istanbul ebenfalls nicht mit der ersten Elf antreten wird, nach einer derartig langen Verletzungspause ist das Comeback aus sportmedizinischen Gründen eher eine Einwechslung als ein Einsatz von Anfang an. Und so kann Hanke noch beruhigt sagen: „Ich finde es gut, dass einige andere die Chance bekommen, sich zu zeigen.“ De Jong wird vor allem ihm Druck machen. (bsc)

So könnten sie spielen: Heimeroth - Zimmermann, Brouwers, Dominguez, Wendt - Cigerci, Korb - Ring, Xhaka, Mlapa - Hanke

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