Blau-Weiss Aachen sorgt für einen Paukenschlag

Von: wp
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Aachens Teamchef Marc Zander nannte Yannik Reuters Match gegen Jan Choinski (6:1, 6:1) einen „Auftritt wie aus dem Taktik-Lehrbuch“.

Aachen/Köln. Nun wäre es sicher übertrieben, mit Superlativen um sich zu schmeißen. Denn Ruben Bemelmans, Yannik Reuter und ihre Teamkollegen vom Bundesligisten Blau-Weiss Aachen sind wie ihre Gegenspieler auch gestandene Tennisprofis, die ihren Job beherrschen.

Dass allerdings der allererste Auftritt des Vereins in der höchsten deutschen Spielklasse als Gast von RW Köln mit einem 5:1-Sieg für den Aufsteiger vom Luxemburger Ring enden würde, ist zumindest ein Paukenschlag. Der wird die Konkurrenz aufhorchen lassen.

„Wir werden Gas geben und versuchen, beim Favoriten etwas Öl ins Feuer zu gießen“, hatte Aachens Coach Alex Jakubec vor der Begegnung in Anlehnung an den offiziellen Kölner Klubnamen („Deutsche Öl und Gas RW Köln“) schmunzelnd gesagt. Nach diesem Premierenspieltag steht fest: Blau-Weiss hat nicht nur Öl ins Feuer gegossen, sondern den Gegner im sportlichen Sinne auch „verbrannt“.

„Ich habe mich gefreut, als Ruben Bemelmans für uns das erste Bundesligaspiel gewonnen und damit den ersten Matchpunkt geholt hatte“, sagte Jakubec. „Als dann auch Yannik Reuter und Germaine Gigounon ihre Matches gewonnen hatten, war die Freude noch größer. Es ist klasse, wie die Mannschaft in Köln aufgetreten ist“, war Jakubec begeistert.

Die Niederlage von Aachens Nummer 1 Igor Sijsling gegen Julian Reister schmälerte die Freude überhaupt nicht. „Er hat im Champions Tiebreak einen Matchball abgewehrt, dann selber einen gehabt, den Reister auf die Linie returniert und dann die letzten Bälle zum 12:10 durchgebracht hat“, schildert Jakubec, wie eng dieses Spiel war.

Und er erzählt eine Anekdote über die beiden neuen Nummern 1 und 2 im Team, Sijsling und Bemelmans, vom Tag vor diesem Sieg: „Die beiden passen super ins Team, haben am Samstag im Training einen klasse Eindruck hinterlassen, mit unserem Nachwuchs trainiert, ein paar Tricks verraten.“

Aachens Teamchef Marc Zander nannte Yannik Reuters Match gegen Jan Choinski (6:1, 6:1) einen „Auftritt wie aus dem Taktik-Lehrbuch“. Und Jakubec bescheinigte den beiden Doppeln nach Aachens 3:1-Führung aus den Einzeln „ein sehr überlegenes Spiel“. Das schmälert auch nicht die Tatsache, dass Köln ohne die topgesetzten Benoit Paire (verletzt), Andreas Seppi (keinen Flug bekommen) oder Dustin Brown (ist noch in Wimbledon im Mixed im Einsatz) auskommen musste. Die blau-weiße Premiere macht Lust auf mehr. Auch auf das Derby am Freitag bei Kurhaus Aachen.

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