Blau-Weiss Aachen siegt gegen Neuss

Von: Wilhelm Peters
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Aachen. Ein Punkt für die Tabelle war eingefahren, Aufsteiger Blau-Weiss Aachen führte im Duell mit Blau-Weiss Neuss nach den vier Einzeln 3:1. Ein 3:3 war für die Gäste den folgenden beiden Doppeln noch möglich, der Sieg nicht mehr.

Über die Lautsprecheranlage stellte Moderator Till Schüler ob dieser doch ziemlich großen Überraschung fest: „Blau-Weiss gegen Blau-Weiss unter blau-weißem Himmel und eine 3:1-Führung. Herz, was willst du mehr?“

Eigentlich nicht viel. Aber die Spieler wollten mehr. Und gewannen anschließend eines der beiden Doppel – Endstand 4:2. Das bedeutet Tabellenplatz 5 nach drei Spieltagen, punktgleich mit Düsseldorf (4:2). „Mit diesem Ergebnis war nicht unbedingt zu rechnen, der erste Bundesliga-Heimsieg in der Geschichte unseres Vereins ist großartig“, freute sich Vereinschef Michael Nobis. Und: „Wir können, denke ich, ernsthaft über den Klassenerhalt nachdenken.“

Die Geschichte dieser Begegnung schrieb der 23-jährige Joris De Loore bei seinem Bundesliga-Debüt. De Loore spielte an Nummer 2 für die Gastgeber und fegte im ersten Match des Tages den 35-jährigen Italiener Filippo Volandri mit 6:3, 6:1 von der Asche, „quälte“ ihn mit seinem variablen, ideenreichen Spiel, hatte immer ein Antwort parat, deckte ihn mit knallharten Aufschlägen ein. „Ich glaube, Joris ist noch zu viel mehr in der Lage“, sagte Nobis.

Wozu, das zeigte er auch im letzten, hochdramatischen Doppel an der Seite von Germaine Gigounon. Das Duo war gar nicht so eingeplant. Erst Doppelspezialist David Marrero machte es möglich. Er sollte mit De Loore gegen die Neusser Frederik Nielsen/Clinton Thomson antreten. „In der Besprechung vor den beiden Matches bat Marrero darum, mit Igor Sijsling zu spielen. Also haben wir umgestellt“, erzählte Trainer Alex Jakubec. Marrero/Sijsling verloren 2:6, 3:6 . . . Jakubec machte keinen Hehl daraus, „dass ich über die Leistung der beiden doch enttäuscht war.“

Zwischenstand 3:2. Nebenan zahlte sich der „Personalwechsel“ gerade aus: De Lorre/Germaine Gigounon spielten auf Platz eins gegen die beiden topgesetzten Neusser Nikoloz Basilashvili/Filippo Volandri ein ganz starkes Match, holten den ersten Satz im Tiebreak (7:3) und legten ein 6:3 nach, nahmen dank ihres grandiosen Auftritts die Zuschauer mit – Applaus und Jubel nach jedem gewonnen Punkt. Anschließend erst recht. „Wir sind ein gutes Team, kennen uns alle sehr gut und haben gezeigt, dass wir unsere Chance auf den Klassenerhalt nutzen wollen. Ich freue mich, dass ich im Einzel den ersten Heimsieg in der Bundesliga für Blau-Weiss geholt habe.“

Und Alex Jakubec fasste das, was rund 800 Zuschauer gesehen hatten an diesem „blau-weißen Sommertag“, zusammen: „Die Mannschaft hat eine super Show geliefert.“ So kann‘s weitergehen . . .

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