Blau-Weiss Aachen: Ein Punkt mehr im furiosen Saisonfinale

Von: Wilhelm Peters
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Gute Laune, gutes Tennis: Germaine Gigounon gewann am Sonntag sein Einzel und mit Joris De Loore das Doppel für Blau-Weiss Aachen. Foto: Uwe Jaeckel

Aachen. Bundesligafinale furioso am Luxemburger Ring: Aufsteiger Blau-Weiss Aachen drückte auch der letzten Begegnung der Saison gegen den Rochusclub aus Düsseldorf einen Stempel auf. Einen Stempel mit dem Text: Wir gehören in diese Liga!

Das 3:3, das die Mannschaft des Trainer-Duos Alex Jakubec/Mark Philippen am Sonntag vor rund 700 Zuschauern auf der schmucken Anlage holte, war ebenso hochverdient, wie dieses 3:3 eine Woche zuvor beim da noch amtierenden Meister in Halle.

0:2 hieß es nach der ersten Runde. Jannis Kahlke zeigte Nerven, spielte mit einem Tick zu wenig Selbstvertrauen gegen Düsseldorfs Nummer 4 Matwe Middelkoop, hadert mit sich selbst und verlor 1:6, 4:6. Yannik Reuter, die Nummer 2, lieferte wie in seinen sechs Einzeln zuvor in der Saison einen beherzten Kampf, gewann den ersten Satz 7:6 (7:1), um den zweiten denkbar knapp 5:7 abzugeben und den Champions Tiebreak dann 5:10 zu verlieren.

Es gab wenig zu kritisieren an seiner Leistung, der Spanier Jaume Munar war stärker, weil präziser an diesem Sonntag. Dennoch bleibt unter dem Strich für Reuter die beste Einzelbilanz der Saison stehen: fünf Siege, zwei Niederlagen. „Wir sind alle sehr froh, dass wir unser Ziel Klassenerhalt erreicht haben“, sagte er. Und: „Wir haben es verdient, weil wir sehr ausgeglichen gespielt haben.“

0:2 also – ein Zwischenstand, der im Grunde wenig überraschte. Die Überraschung folgte dann in „Blau und Weiss“: Germaine Gigounon, der ewig Gutgelaunte, der es nicht nur versteht, den gelben Filzball zu beherrschen, sondern auch das Publikum mitzureißen, kämpfte an Nummer 3 den „Riesen“ Mats Moraing nach einem eher durchwachsenen Start nieder, gewann den Champions-Tiebreak 10:8. Das war nur wenige Sekunden nach Joris De Loores Zweisatzsieg über Düsseldorfs Nummer 1 Filip Horansky (6:2, 6:4). „Joris hat dominant gespielt, mit viel Kraft und ausgezeichneten Aufschlägen“, sagte Philippen.

Das belgische Duo Gigounon/De Loore war es schließlich auch, das als Doppel den dritten Punkt und damit das Remis für Blau-Weiss holte. In einer grandiosen Auseinandersetzung gewannen beide gegen Horansky/Middelkoop 6:0 und 7:5. „Es war ein gutes Match und auch ein bisschen Show“, schmunzelte Gigounon anschließend. Immer wieder hatte er das Publikum animiert, immer wieder heimsten die Spieler lautstarken Applaus ein – „auch atmosphärisch war das ein Erlebnis“, sagte Gigounon, wollte das aber auf die ganze Saison bezogen verstanden wissen.

„Ich bin sehr stolz darauf, was wir als Klub und als Aufsteiger und was unsere Spieler geleistet haben“, sagte Vereinschef Michael Nobis. „Die Jungs sind oft an ihre Grenzen gegangen und manchmal auch darüber hinaus“, sagt er. Und ließ keinen Zweifel daran, dass sich alle bei Blau-Weiss Aachen auf eine weitere Spielzeit in der Erstklassigkeit freuen.

Dann mit zwei Mannschaften, dem Frauen- und dem Männerteam. Die Gesichter in beiden Mannschaften werden sich nur wenig ändern, weil alle ihr Gesicht gewahrt, ihre Ligatauglichkeit nachgewiesen haben. Coach Alex Jakubec hielt fest: „Wir wollten das Abenteuer Bundesliga genießen. Das ist uns gelungen. Das und viele starke Leistungen nehmen wir, der Klub, die Spieler, wir Trainer, mit in die Zukunft.“

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