Bemelmans vor Davis-Cup-Duell: „Deutschland ist klar in der Favoritenrolle“

Von: Roman Sobierajski
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Einsatz gegen Deutschland im Doppel garantiert: Ruben Bemelmans. Foto: imago/Thomas Frey

Aachen. Es ist ein ungleiches Ringen am kommenden Wochenende in der ersten Runde der Weltgruppe des Davis Cups zwischen Deutschland und Belgien. Die Zverev-Brüder Alex (ATP 22) und Mischa (35) sind in der Weltrangliste weit nach oben geschossen, Philipp Kohlschreiber (29) verteidigt seinen Platz unter den Top 30.

Auf der anderen Seite stehen mit Steve Darcis und Ruben Bemelmans zwei bekannte Aachener Gesichter, die für den TK Kurhaus und Blau-Weiss Aachen in der Tennis-Bundesliga antreten. Mit dem 29-jährigen Ruben Bemelmans sprach Roman Sobierajski.

Sie sind nicht für die erste Einzel-Runde nominiert und dürften enttäuscht sein?

Bemelmans: Nein, Teamchef Johan van Herck hatte mich vorher darüber informiert. Ich bin an der Seite meines Aachener Teamkollegen Joris de Loore auf jeden Fall für das Doppel am Samstag vorgesehen. Sollte die Begegnung dann noch nicht entschieden sein, spiele ich am Sonntag auch ein Einzel. Drei Spiele an drei Tagen hintereinander wären einfach zu viel gewesen.

Ihr Top-Spieler David Goffin, immerhin Nummer 11 in der Welt, hat die Begegnung abgesagt. Auch Deutschland hatte im vergangenen Jahr Probleme, eine schlagkräftige Mannschaft an den Start zu bekommen. Ist es unter Tennisspielern nicht mehr sonderlich angesagt, für sein Land anzutreten?

Bemelmans: Nicht nur Goffin spielt nicht, auch andere Topspieler wie die Spanier Rafael Nadal und David Ferrer sowie der Schweizer Stan Wawrinka treten nicht an, weil sie nach der aufreibenden Saison die Ruhepause dringend brauchen. Deshalb sind Spieler wie ich gefragt, die zurzeit keine ATP-Punkte zu verteidigen und somit auch keine Plätze in der Weltrangliste zu verlieren haben.

Dass Goffin in Frankfurt verzichtet, dürfte die Chancen Belgiens auf den Sieg nicht unbedingt verbessert haben?

Bemelmans: Nein, Deutschland ist klarer Favorit. Man sieht ja, wo Kohlschreiber und die Zverev-Brüder in der Weltrangliste stehen. Viel mehr muss man nicht sagen. Dennoch: Im Sport ist alles möglich, wenn die Begegnung nach den ersten beiden Einzeln und dem Doppel noch nicht entschieden sein sollte. Ich habe im letzten Jahr ja auch Mischa Zverev in Dubai im Einzel geschlagen.

Den Auftakt machen Steve Darcis gegen Philipp Kohlschreiber und Alex Zverev gegen Arthur de Greef, dessen Nominierung auf dem Hartcourt-Boden in Frankfurt doch etwas überraschend erscheint.

Bemelmans: Der Boden ist aber für Hartplatzverhältnisse eher einer der langsamen Sorte. Und de Greef fühlt sich auf nicht so schnellem Untergrund sehr wohl zu Hause. Insofern ist seine Nominierung auch nachvollziehbar. Der Boden kommt auch Darcis entgegen, der sich gegen Kohlschreiber durchaus Hoffnungen machen kann. Aus Aachener Sicht ist das Kräftemessen mit Deutschland also noch nicht verloren.

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