Beim MEGGLE-Preis werden „die Karten neu gemischt“

Von: Helga Raue
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Die Erleichterung war spürbar, und die Gefühle groß: Matthias Alexander Rath verdrückt nach der triumphalen Rückkehr auf die internationale Bühne mit Totilas ein paar Tränen. Foto: Thomas Rubel

Aachen. „Das war schon eine ziemliche Überraschung.“ Der Sieg der deutschen Dressurreiter am Donnerstag im Lambertz-Nationenpreis war erwartet worden, aber dass der absolute Top-Favorit Valegro, unter der Britin Charlotte Dujardin Olympiasieger und Europameister, nur auf Platz sechs landete – darauf hätte wohl niemand gewettet.

„Das tat mir so leid, das war so, als wäre der Stecker gezogen worden, als sei bei dem Pferd keine Energie mehr vorhanden“, bedauerte die deutsche Bundestrainerin Monica Theodorescu – sportlich ganz fair. Valegros schwarzer Tag im Grand Prix nutzten ihre Schützlinge: Matthias Alexander Rath und Totilas siegten knapp vor Helen Langehanenberg und Damon Hill.

Ein richtig teurer Fehler

Doch am Samstag werden die Karten im Grand Prix-Spécial, dem MEGGLE-Preis, neu gemischt. Davon ist auch Theodorescu überzeugt. Und nicht nur mit Blick auf die internationale Konkurrenz, auch unter den deutschen Reitern. Wie dicht die Weltelite aktuell zusammen ist, zeigte sich auf der Schlusslinie: Damon Hill wollte fünf Meter „vor dem Ziel“ halten, die etwas heftige Korrektur seiner Reiterin quittierte er mit einem Hüpfer. „Bis dahin lag er in Front, das war ein richtig teurer Fehler, der den Sieg gekostet hat“, kommentiert Theodorescu. Es geht um Nuancen, Damon Hill und Totilas gehen auf Augenhöhe.

„Der Hengst hat eine tolle Runde gezeigt, hat nichts von seiner Ausstrahlung eingebüßt“, ist die 51-Jährige froh, so ein Top-Pferd wieder in der Equipe zu haben. Auch der erst zehnjährigen Bella Rose traut sie schon in diesem Jahr zu, ganz nach vorne zu kommen. „Sie hat eine unglaubliche Präsenz, Eleganz und Leichtigkeit, und was ihr an Erfahrung fehlt, macht Isabell Werth wieder wett.“ Und bestätigt: „Bella Rose ist die Nummer 1 unter Isabell Werth mit Blick Richtung WM.“ Dass Desperados unter Kristina Sprehe sich im Viereck von den applaudierenden Zuschauern ablenken ließ („Der Hengst hat sich benommen wie ein Mädchen“), ist für Theodorescu nur eine Momentaufnahme.

Doch die Konkurrenz im MEGGLE-Preis, der am Samstag um 9 Uhr beginnt, ist groß: Neben Valegro und Dujardin zählen dazu an vorderster Front Parzival und Adelinde Cornelissen (Niederlande), Dritte im Grand Prix. Das Paar muss um 14.10 Uhr ins Viereck – gleich hinter Langehanenberg/Damon Hill (14.00) und vor Rath/Totilas (14.20) und Werth/Bella Rose (14.30) als Schlussreiterin. Wie viele Punkte sie holen müssen, um zu siegen, wissen die deutschen Reiter (als Erste muss Sprehe auf Desperados ran/12.30) da bereits, denn Dujardin/Valegro müssen schon um 13.20 Uhr ins Viereck.

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