Dallas/Frankfurt - „Beachboy” Nowitzki: Endlich wieder Basketball

„Beachboy” Nowitzki: Endlich wieder Basketball

Von: Lars Reinefeld, dpa
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Dirk Nowitzki: Der deutsche Basketballspieler der Dallas Mavericks steht nach 138 Tagen Pause nun erstmals wieder für seine Mannschaft auf dem Parkett. Foto: dpa

Dallas/Frankfurt. Endlich wieder Basketball! 138 Tage nach dem Playoff-Aus der Dallas Mavericks gegen die Denver Nuggets und der anschließenden Flucht nach Deutschland stand Basketball-Superstar Dirk Nowitzki erstmals wieder für die „Mavs” auf dem Parkett.

Und beim Trainingsauftakt seines NBA-Clubs war der 31-Jährige am Montag (Ortszeit) kaum wiederzuerkennen. Braun gebrannt, mit langen blonden Haaren und bestens gelaunt präsentierte sich der Würzburger den Journalisten - kein Vergleich zu jenem Nowitzki, der die Texas- Metropole nach den privaten Problemen um seine verhaftete Ex-Verlobte Cristal Taylor Mitte Mai blass und mit tiefen Rändern unter den Augen verlassen hatte.

„Ich bin froh, wieder hier zu sein und freue mich auf die neue Saison”, sagte Nowitzki, der vor seiner zwölften Spielzeit in der besten Liga der Welt steht. „Er sieht so aus, als ob er direkt vom Strand käme. Wie kann man da nicht glücklich ausschauen”, sagte Club- Besitzer Mark Cuban, der seine Führungsfigur in der schweren Zeit seit Mai stets unterstützt hatte. Zudem bekam Nowitzki unzählige Briefe von Mavericks-Fans. „Allein diese zu lesen, hat mich sehr gefreut. Es hat mir gezeigt, dass ich nicht der einzige bin, der so etwas durchmacht. Das war etwas ganz Besonderes.”

Die Vergangenheit will der deutsche Nationalspieler, der in diesem Sommer erstmals seit zehn Jahren nicht für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes aktiv war und deshalb bestens ausgeruht nach Dallas zurückkehrte, nun aber ruhen lassen. „Es war eine Gefühlsachterbahn”, gestand Nowitzki, der seinen Humor wieder gefunden hat. „Ich will früher oder später immer noch eine Familie gründen. Deshalb sollte ich mich beeilen, Menschen schnell wieder zu vertrauen, schließlich werde ich nicht jünger”, sagte der 2,13-Meter-Riese schmunzelnd.

Sportlich ist Nowitzki nach wie vor auf der Jagd nach dem NBA- Titel. „Das ist wieder das Ziel, aber es wird sehr schwer, weil sich viele Teams richtig gut verstärkt haben”, sagte Nowitzki beim ersten lockeren Training, zu dem Coach Rick Carlisle 16 Spieler begrüßen konnte. Mit dabei waren auch die Neuzugänge Shawn Marion und Drew Gooden, von denen sich Carlisle eine Menge verspricht.

Viel wird für die Texaner auch davon abhängen, ob Josh Howard gesund durch die Saison kommt. In der vergangenen Runde fehlte Howard wegen Knöchelverletzungen in insgesamt 30 Spielen. Auch jetzt ist der 31-Jährige noch nicht richtig fit. „Wenn Josh gespielt hat, waren wir meistens richtig gut”, meinte Nowitzki.

Auf dem Würzburger selbst lasten jedoch wieder einmal die größten Erwartungen. Vor allem, seitdem Nowitzki trotz aller privater Sorgen in der Viertelfinal-Serie gegen Denver 34,4 Punkte und 11,6 Rebounds im Schnitt erzielt hatte. „Das hat gezeigt, was er für ein Leader ist.

In der neuen Saison wird er zwölf Jungs um sich haben, die ebenfalls alles geben”, versprach Jason Terry. Dann könnte Nowitzki endlich wieder ausnahmslos sportliche Schlagzeilen produzieren und sein erstes Saisonziel erreichen. „Ich hoffe, es gelingt mir besser, mein Privatleben aus den Medien herauszuhalten.”
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